Dienstag, April 26, 2005

Umsatzsteuerliche Behandlung von Take-Away-Umsaetzen.

Die Süddeutsche Zeitung berichtet, in der McDonalds-Zentrale seien Steuerbehörden wegen Unterlagen von einigen Franchisenehmern vorstellig geworden, die des Umsatzsteuerbetrugs verdächtig verdächtigt würden: "Steuer für das Weggehen" von Bernd Oswald vom 26. April 2005.

Hintergrund ist die steuersystematisch nicht begründete und Laien nicht nachvollziehbare Unterscheidung, wonach Speisen zum Verzehr an Ort und Stelle mit dem vollen Mehrwertsteuersatz von zur Zeit 16% und Speisen, die geliefert oder mitgenommen werden, mit dem ermäßigten Mehrwertsteuersatz von zur Zeit 7% besteuert werden. Siehe dazu auch unseren "Wahlprüfstein: Ermaessigter Mehrwertsteuersatz fuer gastgewerbliche Produkte und Dienstleistungen.".

Eine generelle Besteuerung gastgewerblicher Produkte und Dienstleistungen mit dem ermäßigtem Mehrwertsteuersatz würde auch Schwierigkeiten der Abgrenzung, ob eine Speise von einem Gast zum Verzehr an Ort und Stelle gekauft wird oder nicht, vermeiden helfen. Diese Schwierigkeit der Abgrenzung drückt sich auch aus in widersprüchlichen Urteilen von Finanzgerichten und häufigen Querelen bei Umsatzsteuerprüfungen durch die Finanzbehörden. Siehe dazu meinen früheren Beitrag: "Umsatzsteuerliche Behandlung von Außer-Haus-Lieferungen mit Speisen und Getraenken".