Samstag, April 02, 2005

Vorsteuerabzug bei Bewirtungskosten.

"Kürzung des Vorsteuerabzugs für Bewirtungskosten nicht mit Gemeinschaftsrecht vereinbar", in: NWB-Eilnachrichten Heft 14/2005.

Unterm Strich bedeutet das Urteil des Bundesfinanzhofs vom 10. Februar 2005, daß vorsteuerabzugsberechtige Unternehmen die Vorsteuer aus betrieblich veranlassten Bewirtungskosten voll abziehen können, auch wenn einkommensteuerlich die Begrenzung des Abzugs auf 80% dieser Kosten weiterhin gilt. In Zahlen: Von einem Bruttorechnungsbetrag in Höhe von 100 Euro können (bei 16% Mehrwertsteuer) 13,79 Euro Vorsteuer geltend gemacht werden statt wie - bisher von den Finanzbehörden nur akzeptiert - 11,03 Euro.

Für vorsteuerabzugsberechtigte Gäste der Gastronomie verbilligen sich damit die Kosten einer Bewirtung um 2,76 Prozent. Anders ausgedrückt: die Finanzbehörden haben diese Unternehmen seit 1999 um eben diesen anteiligen Vorsteuerabzug zu bescheißen versucht und sind damit jetzt - die Mühlen der Justiz mahlen langsam - vor dem BFH au die Schnauze gefallen.

Betroffene Unternehmen sollten daran denken, ihre Umsatzsteuererklärungen zu korrigieren.