Freitag, Mai 27, 2005

Bembel des Todes.

Seit wenigstens zwei Jahren werden in den USA schon Sondersteuern auf Fast Food und Limonaden diskutiert, um der weitverbreiteten Fettleibigkeit zu begegnen. Die Angegriffenen reagieren mit einem Angebot von Salaten und Speisen, die sich an der Atkins-Diät orientieren, Saftschorlen usw.

Zumindest in der deutschen Provinz kann man mit Angeboten konträr zu solchen Trends noch Erfolg haben. Dies beweist das Café und Restaurant Waldgeist in Hofheim mit einem riesigen Schnitzel und dem Bembel des Todes als ergänzendem Abführmittel. Zu dem Running Gag mit dem Riesenschnitzel siehe auch unsere früheren Beiträge "Es kommt nicht auf die Groesse an" und "Speedy Gonzales".

Ich verweise auf dieses Angebot (danke an Simon Hengel für den Tipp!), nicht um Sie aufzufordern, Schnitzel oder gar Riesenschnitzel auf Ihre Karte zu setzen. Das Beispiel illustriert vielmehr, wie man mit einem außergewöhnlichen Angebot, einer einzigartigen Positionierung, einer netten Geste (Aluminiumfolie, die bereit liegt), die zugleich dieses Angebot markiert, eine rege Mundpropaganda anzetteln kann, also das, was die BWL-Studenten unter uns "Virus-Marketing" nennen.

Noch ein paar Fotos von den Riesenschnitzeln finden sich auf der Website glücklicher Besucher md75.de (unter "pictures", "Bembel des Todes").