Donnerstag, Mai 12, 2005

Mehrwertsteuererhoehung erzwingt hoehere Preise im Gastgewerbe.

Ralf Stegner, Mitglied der Arbeitsgruppe Steuern und Finanzen beim SPD-Parteivorstand, fordert eine Mehrwertsteuererhöhung von 16 Prozent auf 19 bis 20 Prozent und eine Absenkung des ermäßigten Mehrwertsteuersatzes von sieben auf fünf Prozent. "SPD-Minister für 20 Prozent Mehrwertsteuer", in: Netzeitung vom 12. Mai 2005.

Welche Konsequenzen ergeben sich daraus für das Gastgewerbe?
  • Warten Sie möglichst mit dem Druck neuer Preislisten und Speisekarten. Um den Rohertrag bei Speisen und Getränken zu halten, müssen Sie, bei einer Mehrwertsteuererhöhung auf 20 Prozent, Ihre Preise um 3,45 Prozent anheben. Wenn Sie den Zeitpunkt eines Druckauftrags nicht weiter hinauszögern können, gehen Sie von einer Mehrwertsteuererhöhung aus. Sie kommt bestimmt, entweder schon nach der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen am 22. Mai 2005 oder erst zum 1.1.2006 oder zum 1.1.2007 nach der Bundestagswahl.
  • Insbesondere die gleichzeitige Absenkung des ermäßigten Mehrwertsteuersatz schwächt die Wettbewerbsposition im Vergleich zum Lebensmitteleinzelhandel, zu Bäckern, Metzgern usw. noch mehr. Versuchen Sie einen möglichst großen Umsatzanteil zu dem ermäßigten Mehrwertsteuersatz abzuschließen (siehe dazu: "Umsatzsteuerliche Behandlung von Außer-Haus-Lieferungen mit Speisen und Getraenken"). Der Mehrerloes steigt bei 100 Euro Umsatz von bisher 7,25 Euro (Differenz aus 16% vollem und 7% ermäßigter Mehrwertsteuer) auf 11,90 Euro (20%/5%).