Mittwoch, Mai 11, 2005

Mehrwertsteuersatz beim Partyservice.

Das Thema "Umsatzsteuerliche Behandlung von Außer-Haus-Lieferungen mit Speisen und Getraenken" verfolgt die Gastronomie seit langem.

In dem Beitrag "Welche Umsatzsteuer bei Partybelieferung?", in: Allgemeine Hotel- und Gaststättenzeitung vom 7. Mai 2005, wird ein Urteil des Finanzgerichts Köln vom 14.1.2005, 8 V 5111/04, das aber noch nicht rechtskräftig ist, erläutert. Danach ist in der Zurverfügungstellung von Geschirr und Besteck, wenn es gereinigt zurückgegeben wird, eine Nebenleistung zu der Essenlieferung zu sehen, so daß die Essenslieferung nicht mit dem vollen Mehrwertsteuersatz zu versteuern ist. Das Finanzgericht stellte bei seiner Entscheidung auch darauf ab, daß die in Rechnung gestellten Dienstleistungen lediglich ca. 5 bis 6 v.H. des gesamten Rechnungsbetrags ausmachten.

In der Praxis ließe sich der erhöhte Mehrwertsteuersatz auch dadurch vermeiden, daß der Kunde sich Geschirr und Besteck von einem anderen Unternehmen leiht, etwa einem befreundeten Gastronomen oder einem verbundenen Unternehmen. Oder man liefert nur Speisen und Getränke und leiht, falls gewünscht, Geschirr und Besteck z.B. dessen Ehepartner.