Donnerstag, Mai 26, 2005

Mindestloehne.

Das Institut der Deutschen Wirtschaft hat in einem Beitrag "Entsendegesetz: Das falsche Instrument" darauf hingewiesen, daß die Einführung von Mindestlöhnen via Entsendegesetz nicht ohne weiteres möglich ist. Nur wenige Branchen würden bundesweite Lohn- und Gehaltstarifverträgen kennen ? etwa Banken oder Versicherungen. Die meisten Tarifverträge seien regional begrenzt. Auch bei der Höhe der Entgelte werde es kompliziert. So stünden in der Gastronomie einer Reinigungskraft in Sachsen 6,02 Euro die Stunde zu, in Nordrhein-Westfalen lediglich 5,18 Euro. Nach den Plänen aus Berlin müssten die Tarifparteien in diesen und weiteren Branchen sich zum Schutz vor der ausländischen Billigkonkurrenz auf einen bundesweit einheitlichen Mindestlohn einigen. Branchen mit einem Ost-West-Lohngefälle sollen dabei ähnlich wie in der Bauwirtschaft nach West und Ost differenzierte Mindestlöhne vereinbaren dürfen. Je mehr Mindestlohn-Tarifverträge aber geschlossen werden, desto schwieriger werde deren Kontrolle.