Sonntag, Juni 26, 2005

Allgemeinverbindliche Tarifvertraege.

In einer Pressemitteilung der Gewerkschaft Nahrungsmittel, Genuß und Gaststätten vom 24. Juni 2005 hat der Franz-Josef Möllenberg, Vorsitzender der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG), zugegeben, im Hotel- und Gaststättengewerbe
"gelten keine bundesweiten Flächentarifverträge, und die zuständigen Arbeitgeberverbände seien nicht bereit, bundesweit Tarife zu regeln. Somit sei es nicht möglich, tarifliche Mindestlöhne für allgemeinverbindlich zu erklären. Hinzu komme, dass in den alten Bundesländern rund ein Drittel, in den neuen sogar zwei Drittel der Arbeitnehmer nicht mehr tarifgebunden seien."
Leider enthält das aktuelle Verzeichnis der als allgemeinverbindlich erklärten Tarifverträge (PDF), eine Sammlung des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales, einige regionale Mantel- und Zusatztarifverträge dieser Branche, so aus Bayern, Hessen, Baden-Württemberg, Bremen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein. Deren Allgemeinverbindlichkeitserklärung ist jedoch erfolgt unter Mißachtung der Tatsache, daß sowohl der Gewerkschaft NGG als auch der DEHOGA nur eine Minderheit der Arbeitnehmer bzw. Arbeitgeber angehören.