Dienstag, Juni 14, 2005

Beitragsfaelligkeit von Sozialversicherungsbeitraegen.

In einem früheren Beitrag "Ulla Schmidt laeuft Amok: Griff in die Kasse der Unternehmen soll Illiquiditaet der Rentenversicherung verhindern" haben wir schon frühzeitig darauf hingewiesen, daß die Arbeitgeber Sozialversicherungsbeiträge ab dem kommenden Jahr 14 Tage früher abführen sollen und damit 13mal statt 12mal im Jahre 2006 und die Liquiditätsbelastung scharf kritisiert.

Heute weist das die Website "Neues Bürokratiemonster: SPD will Beitragsfälligkeit ändern" ebenfalls auf diese unsinnige Idee aus dem Hause von Ulla Schmidt hin, einer früheren Bundestagskandidatin des Kommunistischen Bundes Westdeutschland.

Zugleich regt mich dieser Beitrag zu einem Vorschlag an, wie sich Arbeitgeber - eventuell ein wenig am Rande der Legalität - von dem drohenden Liquditätsentzug befreien können. Da zu dem von dem Gesetzesentwurf vorgesehenen Zahltermin die zu zahlenden Sozialversicherungsbeiträge noch nicht feststehen, kann man den Betrag schätzen und diese Schätzung später korrigieren. Wenn man z.B. den Betrag auf 10 Euro schätzt und später auf den wahren Wert, z.B. 2.000 Euro, korrigiert, sind zum 20. des laufenden Monats auch nur 10 Euro zu zahlen und der größere Betrag wird erst nach Korrektur fällig.

Möglcherweise wird man etwas schief angesehen, wenn man sich immer und immer wieder verschätzt. Aber Hans Eichel verschätzt sich in seiner Haushaltsplanung ja auch jedes Jahr aufs Neue und meldet falsche Zahlen an die EU. Die Opposition hat ihn dafür zwar vor einen Lügenausschuß gezerrt, aber geändert hat sich nichts. Und warum sollte unsereiner besser schätzen können als der Finanziminister?