Mittwoch, Juni 22, 2005

Kuechenmeister - quo vadis?

Die bedeutendste, nicht-akademische Weiterbildung für einen Koch ist und bleibt in der Diskussion. Bildungsträger und Verbände haben jetzt ein Netzwerk Küchenmeister gebildet.

Braucht die deutsche Gastronomie, Hotellerie und GV auch in Zukunft den Küchenmeister? Ja, so lautet die deutliche Antwort des Verbandes der Köche Deutschlands e.V. (VKD), der sich im Rahmen des jüngst entstandenen "Netzwerks Küchenmeister" für den Erhalt und die konstruktive Weiterentwicklung dieses Abschlusses einsetzt. Gemeinsam mit Vertretern von der DIHK Bildungs-GmbH und des Dehoga beteiligten sich Mitglieder des VKD-Fachausschusses Berufliche Aus- und Weiterbildung, Prüfungs- und Seminarwesen (BAP) jüngst an einem ersten Erfahrungsaustausch zu dem Branchenthema Küchenmeister.

Auf dem beschwerlichen Weg zu einer bundeseinheitlichen Prüfung geht es vor allem darum, unterschiedliche Punkte zu diskutieren und zu egalisieren. Da wären beispielsweise die Prüfungstermine, die bislang nicht einheitlich im Bundesgebiet geregelt, sondern inidividuell nach IHK absolviert werden. Eine Vereinheitlichung auf die Monate April und Dezember ist das Ziel. Desweiteren stehen nicht zuletzt die Inhalte der Lehrgänge und Prüfungen zur Diskussion. Gefordert werden zum Beispiel qualifizierte Sachexperten als Prüfer, standardisierte Prüfungsaufgaben sowie vergleichbare Warenkörbe für die Prüfung.

Einig sind sich die Beteiligten darüber, dass die Qualität der Weiterbildung ihre Ursprünge bereits in der Qualität der Ausbildung hat bzw. die spätere Ausbilderqualifikation stark beeinflusst. Besondere Aufmerksamkeit muss deshalb den Inhalten der Grundausbildung gelten - denn nur wenn die meisterliche Basis gegeben ist und nur wenn alle ausbildenden Betriebe und Institutionen sich dieser Verantwortung bewusst sind, kann das Prinzip der Aus- und Weiterbildung langfristig erfolgreich funktionieren.

Wer Küchenmeister sein will, muss kochen können. Das ist keine neue Erkenntnis. Schwieriger wird es in der Lehrgangs- und Prüfungspraxis bei Aspekten wie Einkauf, Mitarbeiterführung, Betriebswirtschaft oder Marketing, die heute mindestens ebenso elementar sind. Aufgabe der Bildungsträger und Verbände wird es nun sein, Empfehlungen zu entwickeln und zu formulieren, um die Weiterbildung zum Küchenmeister bundesweit einheitlich und bundesweit auf einem hohen Niveau durchzuführen. Dafür und für den Erhalt des Qualitätszertifikats Küchenmeister engagiert sich der Fachausschuss BAP des VKD.(Quelle: Pressmemitteilung des Verbands der Köche Deutschlands).