Donnerstag, Juni 16, 2005

Mehrwertsteuererhoehung.

Auf eine kommende drohende Mehrwertsteuererhöhung haben wir bereits frühzeitig hingewiesen. Heute behauptet die Financial Times Deutschland, die CDU/CSU habe sich intern bereits auf eine Erhöhung zum zwei Prozentpunkte auf 18 Prozent festgelegt (Quelle: "Union plant 18 Prozent Mehrwertsteuer").

Leider wird in dieser Meldung nicht der geplante Zeitpunkt des Inkrafttretens der Erhöhung genannt.

Steuersystematisch würde ich eher für eine Abschaffung (notfalls eine Erhöhung) des ermäßigten Mehrwertsteuersatzes plädieren sowie für die Einführung der Mehrwertsteuerpflicht für Bank- und Versicherungsdienstleistungen, Wohnraum, Gesundheitsdienstleistungen, Briefbeförderung im Monopolbereich, Wasser und Abwasser usw.

Wie können Gastronomen auf die wahrscheinliche Mehrwertsteuererhöhung reagieren? Neben den bereits erwähnten Vorgehensweisen
  • auf Produkte und Dienstleistungen zu fokussieren, für die der ermäßtigte Mehrwertsteuersatz gilt,
  • zeitgenau die Preise anzuheben, z.B. neue Speisekarten zu drucken,
kann man einen Teil des zukünftigen höher besteuerten Umsatzes vorverlagern. Man kann z.B. den Verkauf von Geschenkgutscheinen ankurbeln, etwa falls die Erhöhung schon zum 1. Januar 2006 kommen sollte, im Weihnachtsgeschäft 2005. Eigentlich wird die Umsatzsteuer dafür erst zum Zeitpunkt der Inanspruchnahme des Gutscheins (also dem Zeitpunkt der Lieferung oder Leistung) fällig. Aber ob die Umsatzsteuerprüfer so genau hinschauen werden, steht auf einem anderen Blatt.