Dienstag, Juni 28, 2005

Mit variablen Getraenkepreisen Gaeste locken.

Wettspiele und ähnliche Angebotsformen, bei denen der Gast den Getränkepreis beeinflussen kann, sind immer wieder mal zu sehen.

So können Gäste im Bamberger Hofcafé an jedem Montagabend die Zahlung eines bestellten Getränkes (aus einer kleineren Getränkeauswahl) mit der Bedienung auswürfeln. Es wird mit zwei Würfeln gespielt. Wenn der Gast ein besseres Würfelergebnis erzielt als der Service, muß er das bestellte Getränk nicht bezahlen. Unterm Strich läuft dieses Spiel auf einen knapp 50%igen Rabatt (bei Gleichstand gewinnt der Service) auf ein Teil des Getränkesortiment hinaus. Damit sollte nach einer einer Ausweiterung der abendlichen Öffnungszeiten ein Anreiz geboten werden, das Objekt auch nach 22.30 Uhr zu besuchen. Mittlerweile wird es als "Cocktail-Gambling" bezeichnet und soll den Abverkauf von Cocktails fördern. Wenn der Gast gewinnt, bekommt er das Getränk nicht mehr umsonst, sondern zu einem ermäßigten Preis von 2 Euro.

Bei den sogenannten "Bierbörsen" werden Aktienbörsen nachgebildet. Die Preise von ausgewählten Getränken varieren abhängig von der Nachfrage. Seit 1992 bietet Jürgen Gerdau die Software und alles was dazu gehört unter Bierboerse.de an. Die erste Gaststätte mit diesem System stand in Kiel.

Vor kurzem wurde das sogenannte Aktionboard zum Patent angemeldet. Auf dem Aktionboard werden 8 verschiedene Produkte zu einem festgesetzten Aktionspreispreis angeboten, wobei sich die Menge des im Angebot befindlichen Produktes durch jede Bestellung der Gäste verringert. Ursprünglich wurde dieses Aktionboard von Mannheimer Gastronomen (u.a. Thomas Karch) für ihre eigene Gastronomie entwickelt. Mittlerweile wird es als funkgesteuertes Modell auch anderen Gastronomen angeboten.