Freitag, Juni 10, 2005

Orangina.

Markenartikler von Produkten, die sich im Internet an Endverbraucher wenden wollen, tun sich meist schwer, das Interesse an ihrer Website zu wecken. Die Inhalte sind häufig an den Haaren herbeigezogen (etwa Spiele). Häufig wird es ratsamer sein, sich auf anderen Websites einzukaufen oder Micro-Sites zu speziellen Aspekten der Marke einzurichten.

Für die Limonoadenmarke Orangina hat so im Rahmen ihrer Fire & Ice-Marketingkampagne in Frankreich zu folgenden Werbeformen gegriffen:
  • Die Homepage von Voila.fr, einem besucherstarken französischen Portal, wurde in den Farben von Orangina gestaltet.
  • Es wurde eine Micro-Site eingerichtet: orangina-fire-ice.com, auf der man aber wiederum nur solche banalen Inhalte veröffentlicht wie Radio-Spots der Kampagne, Wallpapers und ein Wettbewerb.
(via "Orangina: where's the fire?", in: AdverBlog vom 9. Juni 2005).

Zumindest die Gestaltung einer Website in den Farben der Marke ist halbwegs originell. Daß Tageszeitungen ihre Titelseiten für Werbung räumen oder in der Farbe einer Marke drucken (etwa die AOL himmelblau eingefärbte Titelseite der Welt) oder Logos als Schatten hinterlegen, ist ja zwar nicht gang und gäbe, aber durchaus schon mal vorgekommen. Siehe dazu: "Mit der Titelseite einer Zeitung lässt sich viel anstellen", in: Süddeutsche Zeitung vom 19.11.2003.

Zur Geschichte der Marke Orangina, einer Erfindung des spanischen Apothekers Doktor Trigo im Jahre 1936, die über die französische Kolonie Algerien nach Frankreich gekommen ist.