Mittwoch, Juni 22, 2005

Veraendertes Essverhalten.

Über die Ergebnisse einer aktuellen Studie des Gottlieb-Duttweiler-Instituts der Universität St.Gallen über das Schweizer Essverhalten, berichtet die Neue Zürcher Zeitung vom 22. Juni 2005: "knappere Budgets verändern Essverhalten".

Im Vergleich zur letzten Untersuchung vor zwei Jahren sei die Preissensibilität gestiegen, nehmen das Nachtessen nur noch 14 Prozent (vormals 19,3 Prozent) auswärts ein. Das hat aber nicht nur mit dem Geld zu tun, die Menschen haben auch weniger Zeit. Mittags essen mehr Menschen am Arbeitsplatz (17,3 Prozent im Vergleich zu 14,4 Prozent vor zwei Jahren) und im Einzelhandel. Beliebt sind vor allem Nahrungsmittel wie Milchprodukte, Obst, Gemüse und Backwaren.

Meines Erachtens hat sich die Gastronomie auf diese Trends, die es wohl auch in Deutschland so gibt, nicht genügend eingestellt. Eine vergleichsweise einfach zu organsierende Möglichkeit ist z.B. reichhaltige Frühstücke bis in die Nachmittagsstunden anzubieten, denn diese das, was immer mehr auch mittags essen wohlen, z.B. Backwaren und Milchprodukte in Verbindung mit Obst. Eine andere Möglichkeit sind Lieferservices mit belegten Backwaren, wenn Arbeitsplätze in der Nähe sind. Bei solchen Angeboten trifft man jedoch auf darauf spezialisierte Anbieter sowie auf Konkurrenten aus dem Einzelhandel, auf Bäckereien, Metzger und Kioske.