Montag, Juli 25, 2005

Heilige und Scheinheilige.

Über die 10. Bierbörse in den Bonner Rheinauen mit über 650 verschiedenen Bieren aus 79 Ländern an 80 Ständen berichtet Max Borowski in der Kölnischen Rundschau vom 25. Juli 2005: "Wirte lockten mit exotischen Bieren".

Daß er "Franziskaner" für ein "frommes Bier" hält, ist etwas daneben. Mit dem guten Namen von Klosterbrüdern hausieren zu gehen, ist eher scheinheilig als fromm. Wobei dem Management der Spaten-Franziskaner-Bräu KGaA (dahinter steckt der belgische Konzern InBev) zu Gute gehalten werden muß, daß von denen niemand behauptet, es handele sich um ein Klosterbier, genauso wenig wie von den Verkäufern der Weißbiermarke "Kapuziner" (Kulmbacher Brauerei AG, dahinter steckt Schörghubers Brau Holding International AG und letztlich der holländische Brauereikonzern Heineken).

Irgendwie beschleicht mich der Verdacht, daß ich bei einer Auswahl von 650 verschiedenen Bieren andere probiert hätte.

Siehe zur Bonner Bierbörse auch einen Bericht im Bonner General-Anzeiger vom 25. Juli 2005: "Ums Papst-Bier braut sich was zusammen".