Dienstag, Juli 26, 2005

Mehr Wettbwerb bei Nutzungsrechten fuer Musik.

Wer Live-Konzerte veranstaltet oder Hintergrundmusik bei öffentlichen Veranstaltungen aller Art abspielen möchte, sieht sich mit Gebühren der Gesellschaft für musikalische Aufführungsrechte konfrontiert, die diese selbstherrlich festsetzt und stetig steigert. Jeder Wirtschaftsstudent lernt bereits im ersten Semester, daß ein Monopol in der Regel zu überhöhten Preisen führt.

Zumindest für den Bereich der Online-Musik besteht jetzt aber die Chance auf mehr Wettbewerb. Die Europäische Kommission plant die Einführung europaweiter Lizenzen. Dann könnte man sich unter den nationalen Verwertungsgesellschaften eine aussuchen, bei der die Gebühren niedriger wären. Siehe dazu einen Bericht der Financial Times Deutschland vom 25. Juli 2005: "Gema warnt vor europaweiten Musiklizenzen".

Bleibt zu hoffen, daß sich die Lobby der GEMA in Brüssel nicht durchsetzt. Irgendwann ist es dann vielleicht auch einmal möglich, die Rechte für öffentliche Nutzungen in gastronomischen Betrieben irgendwo auf der Welt günstig einzukaufen wie jetzt schon Wein, Fisch oder Tee.