Donnerstag, August 11, 2005

Feta II.

Auf die Frage, wie man "Feta" ab Oktober 2007 in Speisekarten bezeichnen soll, wenn es sich nicht um ein griechisches Produkt handelt, habe ich noch keine endgültige Antwort gefunden, tendiere aber zu "Salzlakenkäse":
  • Das griechische Wort Feta stammt von dem italienischen Fetta ab und bedeutet Scheibe. Aber "Scheibenkäse" klingt irgendwie schrecklich und sagt ja wenig aus über die Art des Käses, verwirrt eher, da in Scheiben üblicherweise Schnittkäse angeboten wird.
  • Bei Feta handelt es sich um einen weißen, halbweichen Käse. Aber insbesondere als Bezeichnung einer Zutat in Salaten und anderen Gerichten ist "weißer, halbweicher Käse" eher verwirrend als informativ.
  • Vielleicht könnte man ihn "Pheta" nennen, damit greift man das griechische Wort auf, umschifft in Speisekarten die Buchstabenfolge "Feta" und kann das Zeug weiterhin so aussprechen wie gehabt. Es stellt sich aber die Frage, ob dies nicht als dreister Verusch, das EU-Dokument "Feta-Käse: Kommissionsvorschlag für Schutz der geographischen Angabe" zu umgehen, bestraft wird.
  • Man könnte ihn wie die Profis "Salzlakenkäse" nennen, z.B. wie Schuberts Milchschafhof in Saultitz. Auch wenn "Salzlakenkäse" in mir nicht gerade Urlaubsgefühle weckt.
Mehr über Geschichte, Lebensmittelrecht, Beschaffenheit, Analytik und Beanstandungen rund um Feta (PDF) vom Berliner Betrieb für Zentrale Gesundheitliche Aufgaben.