Mittwoch, August 24, 2005

Google Talk.

Endlich ist er online: Google Talk, der Instant Messenger Service von Google.

Dahinter steckt die Idee von vier Jungs aus Israel, die finanziert durch ihren Daddy ICQ entwickelt haben und ab 1996 per Mundpropaganda Millionen Nutzer gewannen. 1998 haben sie ihr Projekt an AOL verkauft - für ca. 40 US-Dollar je Mitglied und es sind sehr viele Mitglieder gewesen. AOL hatte zuvor versucht, mit einem eigenen Messenger ICQ Konkurrenz zu machen. Mittlerweile gibt es sehr viele Alternativen.

So richtig habe ich mit ICQ nur ein einziges Mal produktiv arbeiten können: Ich habe Online-Workshops der Berliner Akademie.de gehalten, zusammen mit einem Partner, und wir haben wegen des damit verbundenen Geschwindigkeitsvorteils vor allem über ICQ kommuniziert. Im Unterschied zu E-Mail kann man dem Partner beim Verfassen von Nachrichten zusehen (d.h. wenn er einen Text eintippt, wird jedes Zeichen sofort auf der anderen Seite angezeigt und nicht erst, wenn man eine Nachricht beendet hat). Man kann dem anderen "ins Wort fallen" oder auch gleichzeitig reden, also sich so miteinander unterhalten, wie man das mitunter auch im persönlichen Gespräch macht oder bei chaotischen Talk Shows - was ja nicht in allen Situationen und bei allen Gesprächspartnern angemessen ist.

Gottseidank verspricht Google offene Standards zu unterstützen, also nicht den zahlreichen nicht kompatiblen Instant Messenger Servies einen weiteren hinzuzufügen:
" We want to work with other willing service providers to enable their users to communicate directly with Google Talk users. And while we hope many people will use and like the Google Talk client, we're committed to making it as easy as possible for you to communicate with your friends using the client that you want--even if it doesn't happen to be ours. That's why we're also supporting open standards and the same protocol that clients such as Trillian, GAIM and iChat do."