Mittwoch, August 17, 2005

Grosse Tische, Teil II.

Vor kurzem hatte ich über große Tische in der Gastronomie geschrieben: "Community Table". Heute wurde ich aufmerksam gemacht auf die "La Bottega Italiana" in Bremen, wo große Tische als Teil des USP hervorgehoben werden:
"Wenn Sie offen für Überraschungen sind, dann sind Sie bei uns an der richtigen Adresse. Wir haben keine geschriebene Karte, sondern täglich frische und wechselnde Nudel-, Fisch- und Fleischgerichte. Pizza gibt es bei uns nicht. Unsere Speisekarte tragen wir Ihnen persönlich vor. Vorspeisen können Sie sich an unserem reichhaltigen Buffet selbst wählen und am Tresen auswiegen lassen. Gegessen wird an großen Tischen mit Plastikdecken, an die man sich zu anderen Gästen dazusetzt (von mir hervorgehoben). Die Weinflasche kommt direkt auf den Tisch, bezahlt wird nur was getrunken wurde."
Große Tische ist hier zurecht ein Sinnbild für Kommunikation, für Menschen Kennenlernen, Miteinanderreden.

Über die Haptik von Plastikdecken kann man streiten. Ich stehe persönlich eher auf blanke Vollholzplatten von Ahorn, so dick, daß man sie hundert Jahre mit Sand scheuern oder alle paar Jahre abschleifen kann, ohne daß sie erkennbar dünner werden. Aber zum Konzept passen einfache Tischdecken meines Erachtens vorzüglich. Sowas gibt es ja sogar im angesagten Café Hiro in Kalifornien.