Sonntag, November 13, 2005

Auswirkungen des Koalitionsvertrages auf das Gastgewerbe III.

Die Große Koalition plant weitere Maßnahmen, die auch das Gastgewerbe massiv belasten werden ("Große Koalition will Kindergeld kürzen", in: Netzeitung vom 12. November 2005):
  • Der pauschale Sozialversicherungsbeitrage sowie die pauschale Lohnsteuer bei Mini-Jobs soll von zur Zeit zusammen genommen 25 auf 30 Prozent erhöht werden. Das Gastgewerbe ist wegen seiner hohen Personalkostenintensität und den vielen geringfügig Beschäftigten, die erforderlich sind, um mehr oder weniger rund um die Uhr Dienste leisten zu können, davon überdurchschnittlich betroffen.
  • Die Versicherungssteuer soll von zur Zeit 15 auf 19 Prozent steigen. Sie kann im Unterschied zur Vorsteuer nicht von der zu zahlenden Mehrwertsteuer in Abzug gebracht werden. Das Gastgewerbe ist wegen der vergleichsweise hohen Prämien für Sachversicherungen aber auch der Betriebshaftpflicht incl. Produkthaftpflicht erheblich betroffen. Bei angepachteten Betrieben muß in der Regel das mit angepachtete Inventar vom Pächter versichert werden.
Zu weiteren von der Großen Koalition geplanten Änderungen siehe auch: