Mittwoch, November 16, 2005

Felsenfest.

In dem Artikel "Die Zukunft der Presse. Wenn der Zeitungsmann dreimal klingelt" von Jordan Mejias, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 17. November 2005, fand ich den netten Satz:
"Gäbe es jedenfalls die Zeitung nicht mehr, ob auf Papier oder online, säßen die Blogger ziemlich verlassen vorm Keyboard."
Mir kommt dabei das Bild eines Menschen der Antike in den Sinn, der Schriftzeichen in Stein meiselt und felsenfest davon überzeugt ist, daß sein Beruf nicht vom Aussterben bedroht ist. Egal ob in Stein gemeiselt oder online, irgendwie wird immer irgendwer etwas aufschreiben.

Währenddessen warten Journalisten in vielen deutschen Regionalzeitungen darauf, daß ihnen der Verleger verkündet, der überregionale Rahmen werde nicht mehr von ihnen erstellt, sondern von der "Berliner Zeitung" übernommen. Der Berliner Verlag soll eine Plattform für ein weiteres Engagement in deutschen Regionalzeitungen werden. Siehe dazu: "Sieg der 'Heuschrecke'", in: Wiener Zeitung vom 27. Oktober 2005.

Zu diesem Thema paßt auch eine aktuelle Meldung der Netzeitung: "Website will Journalisten und Blogger vereinen". Bei der geplanten Website "Open Source Media" sollen Journalisten und Blogger nahezu gleichberechtigt nebeneinander Texte veröffentlichen können.