Donnerstag, Dezember 22, 2005

Aenderungen beim Umlageverfahren U1 und U2.

Krankenkassen-direkt.de informiert über wichtige Änderungen beim Umlageverfahren für Arbeitgeber "U1" und "U2" ab Januar 2006: "Geändertes Umlageverfahren für Arbeitgeber beschlossen". Die Frage, ob Sie davon betroffen sind, hängt von der Anzahl der Beschäftigten Ihres Unternehmens ab. Die Frage, wieviele Beschäftigte Ihr Unternehmen (mehrere Betriebe werden zusammengerechnet) im Sinne des Gesetzgebers hat, ist nicht ganz so einfach zu beantworten, z.B. werden Schwerbehinderte nicht berechnet und Teilzeitbeschäftigte nur anteilig. Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen deren Beschäftigungsverhältnis nicht länger als 4 Wochen besteht und bei denen nach § 3 Abs. 3 EFZG kein Anspruch auf Entgeltfortzahlung entstehen kann, sind vom Ausgleich ausgenommen. Informationen darüber finden Sie u.a. auf der Website der Deutschen Angestellten-Krankenkase: "Was ist bei der Feststellung zu beachten?".

Ob Ihr Unternehmen zum Kreis der Unternehmen zählt, die umlagepflichtig sind, müssen Sie schätzen. Sie sollten sich, bevor Sie schätzen, überlegen, ob eine Teilnahme an dem Ausgleichsverfahren für Sie von Vorteil ist. Das ist dann der Fall, wenn in Ihrem Unternehmen die erwarteten Kosten der Lohnfortzahlung und des Arbeitgeberzusschusses zum Mutterschaftsgeld überdurchschnittlich hoch sind.

Anhaltspunkte über die durchschnittlichen Aufwendungen bieten die Umlage- und Erstattungssätze (z.B. der Barmer), wenn man Sie auf 100% hochrechnet:
  • U1: 2,46% der Bruttolohnsumme.
  • U2: 0,27% der Bruttolohnsumme.
Liegen Ihre erwarteten Lohnersatzaufwendungen (U1) bzw. Ihre erwarteten Aufwendungen für den Arbeitgeberzuschuss zum Mutterschaftsgeld (U2) höher als diese Sätze, lohnt sich eine Teilnahme.