Sonntag, Dezember 11, 2005

Fussball-Weltmeisterschaft: Alle wollen mitverdienen.

Man weiß nicht, ob man lachen oder weinen soll. Wer als Gastronom seinen Gäste die Spiele der Fußballweltmeisterschaft zeigen will, wird mehrfach zur Kasse gebeten:
  • Die GEZ verlangt Geld für die Bereithaltung eines empfangsbereiten Fernsehgeräts.
  • Premiere will Geld für die öffentliche Nutzung ihres Programms.
  • Die GEMA verlangt pro TV-Gerät 23,04 Euro netto bzw. 90,81 Euro netto bei Großbildschirmen (ab 106 Zentimeter Bildschirmdiagonale) für die während der Sportübertragungen gespielten Lieder, darunter auch der offizielle WM-Song und die Nationalhymnen der Teilnehmerländer, auch wenn nicht jeder Interpret die eigenen Nationalhymne fehlerfrei wiedergeben ann. (siehe dazu: "Gema-Sondertarife zur Fußball-WM 2006", in: Allgemeine Hotel- und Gaststättenzeitung vom 11. Dezember 2005).
  • Die Verwertungesellschaft Wort verlangt eine Gebühr für die Nutzung der Urheberrechte an den Kommentaren der Reporter, egal wie trivial das Gesülze und Geschwätz auch ist. Das Geld wird von der GEMA gleich mit abkassiert.
Ob da noch genug übrig bleibt, um sich auch noch die für die Vorführung notwendige Technik (Digitalreceiver, TV-Gerät oder Projektor und Leinwand) leisten zu können?

Siehe dazu aber auch unseren früheren Hinweis auf ein Komplettangebot von Premiere: "Premiere Sportsbar Plus: Neues Komplett-Paket fuer Gastronomie".