Samstag, Dezember 24, 2005

Kaffee Drive-Thru.

Bei Drive-Thru-Services, also der Ausgabe von Speisen und Getränken an Kunden in Autos, kommt es betriebswirtschaftlich wesentlich auf die Geschwindigkeit an, mit welcher der Prozeß abgewickelt werden kann, angefangen vom Herunterkurbeln der Scheiben, der Bestellannahme bis zum Verlassen des Ausgabefensters. Das Quickservice Magazin veröffentlicht jedes Jahr die Ergebnisse einer Studie, erstellt von Sparagowski & Associates, einem führenden amerikanischen Mystery-Shopper-Service, in der die Geschwindigkeit verschiedener Franchise-Konzepte miteinander verglichen werden: "The Best Drive-Thru in America '05", in: QSR Magazine, Ausgabe 81 vom Oktober 2005.

Drive-Thru-Konzepte mit Kaffee klingen in den Ohren von Europäern ungewöhnlich, die bei Kaffee eher an gemütliche Wiener Kaffeehäuser oder sonnenüberflutete Straßencafés denken. Doch mittlerweile erzielen einige Kaffeebar-Ketten nicht unerhebliche Umsätze mit Autofahrern. Starbucks spielt mit dem Verkauf an Autofahrer seit 1994 herum.
"There were 170 and counting by 2001. It opened 354 drivethrus in the U.S. during its latest fiscal year, pushing its nationwide total to 1,065 - nearly 15 percent of its roughly 7,300 domestic stores. The 2005 fiscal year, which ended Oct. 2, marked the first time drivethrus comprised more than half of Starbucks' new company-operated stores - those that aren't licensed in airports, hotels, grocery stores and the like."
Siehe: "Starbucks Betting on Drivethrus" von Elsizabeth M. Gillespie, in: Badget Coffee Journal vom 23. Dezember 2005 (ein Nachdruck von Associated Press Online via COMTEX).

Nicht verwechseln sollte man die Konzepte Drive-Thru und Drive-In. Beim Drive-In können die Gäste ohne ihre Fahrzeuge zu verlassen, ihre Bestellungen an "curbside speakers" ("Hol-Sprechern") aufgeben. Speisen oder Getränke werden von Service-Kräften ans Auto gebracht und können dort parkend verzehrt werden. Siehe dazu einen früheren Beitrag über das wohl beste Drive-In-Konzept "Sonic Drive-In".