Freitag, Februar 24, 2006

Gesetzlicher Mindestlohn: Politiker streiten sich wie die Kesselflicker.

In meinem Posting "Gesetzlicher Mindestlohn: Wer bietet mehr?" hatte ich mein Unverständnis darüber ausgedrückt, warum sich die Politik es antun, einen gesetzlichen Mindestlohn einzuführen:
"Politiker werden für die Entwicklung der von ihnen festgelegten Preise verantwortlich gemacht werden. Und sie werden sich populistisch und wahlerfolgsgeil in Wahlkämpfen mit der Forderung nach immer höheren Mindestlöhnen überbieten und mit dem Geld anderer Leute um sich zu werfen wie die Kölner Narren mit Kamellen."
Genau dieser Streit um die Höhe eines gesetzlichen Mindestlohns hat gerade angefangen - sogar schon vor dessen Einführung: "In der Debatte um einen gesetzlichen Mindestlohn geht es jetzt um die Höhe", in: DeutschlandRadio vom 24. Februar 2006, und "Gewerkschaftschef gegen einheitlichen Mindestlohn", in: Focus vom 24. Februar 2006.

Ich bin mal gespannt, ob sich auch meine weitere Vermutung bewahrheiten wird:
"Letztlich läuft es dann darauf hinaus, daß wieder einmal eine Kommission oder ein Sachverständigenrat eingesetzt wird, der die Suppe auslöffeln soll. Diese Kommission wird dann einen Mindestlohn vorschlagen, der politisch nicht opportun ist und schon hat die Politik den Mist wieder vor ihrem Hof."