Dienstag, Februar 28, 2006

Hostels.

Wörtlich übersetzt bedeutet "hostel" soviel wie Herberge, Jugendherberge oder Wohnheim. In der Hotellerie versteht man darunter eher eine Jugendherberge oder ein Jugendhotel, bei denen man in der Regel, aber nicht immer, auf Fernseher, Klimaanlage und Bad auf dem Zimmer verzichten muß. Wobei sich Jugendherbergen und Jugendhotels meist nicht grün sind, was nicht nur in der Konkurrenzsituation begründet liegt sondern auch in ihren sehr unterschiedlichen Traditionen (stark verkürzt: pädagogisch motivierte Jugendherbergsbewegung aus der Zeit vor dem 1. Weltkrieg contra 60iger Jahregefühlswelt/Hippies).

Auf der Website www.europefamoushostels.com präsentieren sich 15 Hostels aus 13 europäischen Ländern. In Deutschland zählen dazu:Die Schweiz verzeichnet das ""Balmer'S Herberge Youth Hostel" in Interlaken und Österreich das "Yoho International Youth Hostel" in Salzburg und in Wien das "Wombat's City Hostel".

Der Verband "Hostelling International" mit mehr als 5.000 Mitgliedsbetrieben in aller Welt veröffentlicht z.B. einen Hostel-Führer "The Official Youth Hostels Guide to the Americas, Africa, Asia & the Pacific 2005". Er wird in Deutschland durch das Deutsche Jugendherbergswerk vertreten.

Hostels in der Schweiz, die sich an jugendliche Gäste wenden, versammelt die Website der Schweizer Jugendherbergwerken Youthhostel.ch.

Ein paar weitere Hostels in Deutschland:Mehr deutsche Hostels findet Ihr z.B. im deutschen Verein Backpacker Network. Auf deren Website findet sich ein Text, der vom "Odysee Hostel in Berlin stammt und etwas romantisch verklärt die Ursprünge dieser Hotel-Kategorie erläutert:
"Die Anfänge der modernen Backpacker Hostels gehen zurück auf die 60er Jahre mit der Hippie-Bewegung und deren Trips durch die Welt. Vor allem in Asien (Afghanistan, Indien, Thailand) und Australien entstanden die ersten Herbergen, in denen damals die Aussteiger aus den westlichen Industrienationen gemeinsam mit Bergsteigern (v.a. Afghanistan, Tibet) und anderen Abenteurern unterkamen.

Bald folgten den ersten Pionieren breitere Ströme von abenteuerlustigen und kulturell interessierten Weltenbummlern. Viele verbringen Ihre 6 Wochen Urlaub oder das Urlaubssemester in Hostels, doch gerade z.B. bei den Australiern ist es durchaus üblich, bei Abreise seine Zelte 'zuhause' (Job, Wohnung, usw.) komplett abzubrechen und sich in der ganzen Welt immer von einem Flugticket zum nächsten durchzujobben.

In vielen Metropolen ist ein Hostel die einzige Chance, nicht unter der Brücke zu schlafen: eine Wohnung ist in London, Paris, Rom mit einem Aushilfsjob nicht finanzierbar."
Bei ausländischen Gästen haben sich Hostels einen guten Ruf wegen ihres Preis-Leistungs-Verhältnisses erworben. Deshalb ist nicht auszuschließen, daß Hotels mit reduziertem Service- und Raumangebot sich in dieser Nische positionieren.