Freitag, März 31, 2006

Preiserhoehungen bei Bier trotz dicker Eier.

Die Münchner Hofbräu und die Paulaner-Brauerei haben angekündigt, ihre Preise zum 1. Juli 2006 um 4% zu erhöhen: "Preisrunde bei den Brauern: Biertrinken wird teurer", in: Merkur Online vom 31. März 2006. Ganz unerwartet ist das nicht. Siehe dazu unseren Beitrag : "Geplante Biersteuererhoehung erzwingt Bierpreiserhoehung" vom 23. März 2006.

Es ist nicht gerade geschickt vom neuen Chef der BHI, Friedrich Georg Hoepfner, zeitgleich mit der Ankündigung höherer Preise mit seinen Eiern zu spielen und zu protzen, Geld sei überhaupt kein Problem, wenn man andere Brauereien übernommen wolle ("'Geld spielt keine Rolle'", in: Süddeutsche Zeitung vom 31. März 2006).

Gastronomen, die in den nächsten Wochen mit dem Wunsch von Paulaner, höhere Preise zu akzeptieren, konfrontiert werden, sollten sich diesen Artikel der Süddeutschen Zeitung ausschneiden und ihn demjenigen, der höhere Preise durchsetzen will, um die Ohren hauen.

Zur Strategie der Schörghuber-Gruppe, dem getrübten Verhältnis zu Heineken, die an der Brau Holding International AG eine Minderheitsbeteiligung hält, und zum abrupten Wechsel im Amte des Vorsitzenden der BHI, der u.a. Paulaner gehört, siehe auch "Fort von der Flasche" von Christian Rickens, in: Capital, Heft 3/2006.