Samstag, April 15, 2006

Blumenkaesten und Raumteiler.

Die oberösterreichische Wirtschaftskammer nervt die Kollegen mit Hausbesuchen, um ihnen Rauchverbotszonen aufzuschwatzen: "Hausbesuche sollen Wirte zu "Nichtrauchern" machen" von Andreas Kramer, in: OÖNachrichten vom 15. April 2006.
"Bis Juli werden alle Lokale aufgesucht und die Wirte über die Regelung aufgeklärt. 'Die Umstellung auf geteilte Zonen ist nicht mit viel Geld verbunden', sagt Frömmel. 'Entweder mittels Raumteiler oder mit schönen Blumenkisten.'"
Die bürokratischen Exzesse der österreichischen Wirtschaftskammern werden durch branchendifferenzierte Zwangsbeiträge der Gewerbebetriebe (PDF) finanziert.

In Deutschland gibt es nur im Saarland ein Pendant - die Arbeitskammer. Dort sind alle Arbeitnehmer, auch die Pendler aus Frankreich, zu Zwangsmitgliedern verdonnert. Alle Mitglieder, mit Ausnahme die zur Berufsausbildung Beschäftigten, zahlen als Mitgliedsbeitrag 0,15 Prozent ihres monatlichen Bruttoarbeitsentgelts. Mit der im Jahre 1951 errichteten Arbeitskammer wurde die Tradition der 1933 gegründeten, faschistischen Arbeitsfront aufgegriffen und fortgesetzt. Wie auch schon bei der Arbeitsfront gibt es bei der Arbeitskammer eine Vielzahl von Arbeitskammer-Einrichtungen und -beteiligungen.