Freitag, April 28, 2006

Eine Menge Buerokratie.

Auf einer Mindestlohnkonferenz gab Thea Dückert , Bundestagsabgeordnete von Bündnis 90/Die Grünen, unumwunden zu, daß differenzierte Mindestlöhne eine Menge Bürokratie mit sich brächten. Dies sei nicht zu ändern: "'Jetzt nicht um 20 Cent kloppen' - Parteien auf der Konferenz", in: Mindestlohn-Weblog vom 28. April 2006.

Mich wundert es, daß auch auf dieser Konferenz behauptet wird, maßgeblich für die Höhe eines deutschen Mindestlohns seien die westeuropäischen Nachbarn. Wieso soll ein Mindestlohn in Mecklenburg-Vorpommern, in Frankfurt an der Oder, in Görlitz, Hof oder dem Bayerischen Wald sich an den hohen Mindestlöhnen, z.B. in Frankreich, orientieren, statt an den viel niedrigeren Löhnen im Pendlerbereich von Polen und Tschechien?

Die Anhänger eines gesetzlichen Mindestlohns in Deutschland übersehen zudem, daß ein solcher Lohn für eine Vielzahl von Menschen gar nicht gelten würde:
  • Mithelfende Familienangehörige.
  • Auszubildende.
  • Praktikanten.
  • Heimarbeiter.
  • Werkvertragsnehmer.
  • Selbständige (Subunternehmer).
  • Mitglieder von Vereinen und Genossenschaften, Gesellschafter von Gesellschaften des Bürgerlichen Rechts und von Kapitalgesellschaften, wenn sie aufgrund einer satzungsgemäßen Verpflichtung verpflichtet sind, ihre Arbeitskraft zur Verfügung zu stellen oder bereit sind, ehrenamtlich zu helfen.
  • Schwarzarbeiter.
  • usw.