Dienstag, April 25, 2006

Mini-Job-Special.

Das Nürnberger Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der Bundesagentur für Arbeit hat ein Special über "Minijobs" veröffentlicht. Es geht darum wohlgemerkt nicht um irgendwelche Tipps und Tricks (die findet man auf der Website minijob-zentrale.de der Bundesknappschaft in Essen bzw. die nicht so ganz koscheren in diesem Blog) sondern um Informationen zum Stand der Forschung. Dazu schreibt das IAB:
"Seit der Neuregelung der Mini-Jobs im Jahre 2003 ist die Zahl geringfuegig Beschaeftigter kraeftig gestiegen. Sie arbeiten vor allem im Dienstleistungsbereich, z.B. im Reinigungsgewerbe und in der Gastronomie. Mini-Jobs werden im Westen Deutschlands haeufiger in Anspruch genommen als im Osten und besonders stark von Frauen genutzt.

Konnte durch die Ausweitung der geringfuegigen Beschaeftigung das Ziel erreicht werden, die Schwarzarbeit einzudaemmen und den Weg in legale Beschaeftigung zu ebnen? Oder sind vor allem Nebenjobs und prekaere Arbeitsverhaeltnisse entstanden - womoeglich auf Kosten regulaerer Arbeitsplaetze?"
Hintergrund der nicht ganz wertneutralen Forschung ist die politische Auseinandersetzung um Mini-Jobs. Die fette Regierung will sie unattraktiv machen und hat zum 1. Juli 2006 die pauschalen Beitragssaetze von 25% auf 30% erhöht.