Montag, April 03, 2006

Muentefering will nach Branchen differenzierte gesetzliche Mindestloehne.

Laut einer Meldung der Financial Times Deutschland vom 3. April 2006 will Franz Müntefering einen nach Branchen differenzierten gesetzlichen Mindestlohn: "Müntefering will Branchen-Mindestlohn".

Siehe dazu ein früheres Posting mit Gründen dagegen: "Mindestlohn".

Wenn Franz Müntefering etwas länger über seinen Vorschlag nachdenken (lassen) würde, würde er merken, daß Löhne nicht nur nach Branchen sondern auch nach Regionen differenziert sind (von Qualifikationen, Geschlecht, Unternehmensgröße, Dauer der Betriebszugehörigkeit usw. mal ganz abgesehen).

Aber vielleicht kann man mit einer "Staatlichen Plankommission" nach dem erfolgreichen Vorbild der DDR das Problem Arbeitslosigkeit lösen, indem man 5 Millionen einstellt, ausreichend differnzierte Mindestlöhne für alle Konstellationen jedes Jahr erneut zu berechnen. Wie in der öffentlichen Verwaltung üblich, machen dabei eine Million die eigentliche Arbeit. Die anderen vier Millionen braucht man, um die erste Million zu verwalten. Die Kreisstelle Bayreuth, Sektion Friseure, könnte dann etwa sich um den gesetzlichen Mindestlohn für Friseure im Landkreis Bayreuth kümmern. Daten erheben, Statistiken erstellen, alle Frisörbetriebe kontrollieren, wenigstens einmal im Monat. Arbeit liegt wie Scheiße auf der Straße, man muß sie nur aufheben.