Donnerstag, April 20, 2006

Wein-Duell.

Der WinzerBlogger fragt sich in seinem Beitrag "Das Duell, die etwas andere Weinprobe":
"Wäre nicht folgendes Szenario denkbar:

Winzer A will ein Restaurant beliefern, das bereits von Winzer B beliefert wird. Winzer A fordert nun Winzer B zu einem Duell, der Wirt und seine Leute probieren, sehen, hören und entscheiden dann wer zukünftig liefern soll.

Der Verlierer packt seinen Wein und geht Nachhause. Der Gewinner darf ab sofort das Restaurant beliefern."
Dagegen spricht, daß bei der Auswahl von Lieferanten weitere Kriterien eine Rolle spielen. In meinem Beitrag "Entscheidungskriterien bei Auswahl zu listender Biere" habe ich - Weintrinker mögen mir verzeihen - am Beispiel Bier Kriterien genannt, die so ähnlich auch bei der Auswahl von Weinbezugsquellen in Erwägung zu ziehen sind. Hinzu kommt insbesondere bei Wein:
  • die Eignung, Speisen zu begleiten, die man aber bei einem geschickt arrangierten Weinduell mit abprüfen könnte.
  • die Fähigkeit und Bereitschaft des Weinlieferanten, die Lieferfähigkeit mengenmäßig und eine bestimmte Zeitlang zu garantieren, anders ausgedrückt, den Wein für den Käufer vorzuhalten und bei sich zu lagern. Das wäre wohl vor einem Duell bei der Auswahl der Duellanten zu berücksichtigen. Zudem ist diese Kriterium nur wichtig für grosse Betriebe und noch mehr für Ketten, die an vielen Standorten die gleiche Weinkarte verwenden wollen.
  • Daß man als Gastronom nur in seltenen Fällen - eigentlich nur dann, wenn der Betrieb selbst in einem Weinanbaugebiet liegt - mit den Weinen eines Weinanbaugebietes auskommt.
Vielleicht findet sich ein weinlastiger gastronomischer Betrieb, der es einmal mit dem WinzerBlogger und einem anderen Winzer als Duellanten ausprobieren möchte?