Mittwoch, April 19, 2006

WM-Food aus aller Welt: Weltmeisterliche Genuesse aus Südamerika - Teil 2.

(aid) - Wie Sie sich optimal für die sportlichen Fußball-Ereignisse im Juni und Juli rüsten, verraten wir Ihnen auch in dieser Woche in unserer kulinarischen WM-Serie. Nach Einblicken in die Küche Costa Ricas und Ecuadors entführen wir Sie heute in das Land von Karneval und Samba, das unter anderem Fußball-Legenden wie Pelé oder Ronaldinho hervorgebracht hat. Die Rede ist von Brasilien, der einzig portugiesisch sprechenden Nation in "América do Sul".

Beim einem Blick auf die Kultur des bevölkerungsreichsten und größten Landes Südamerikas stößt man außer auf britische Einflüsse wie Fußball auch noch auf portugiesische, afrikanische und asiatische Wurzeln. Besonders die einzelnen Landesküchen sind durch die zahlreichen Einwanderer beeinflusst. So ist der Norden des Landes stark von der indianischen und indischen Küche geprägt, der Nordosten von afrikanischen, kreolischen sowie von bahianischen Gerichten. Im Mittelwesten schmecken "Mojica", würzige Filets vom Pintado-Fisch, und im Südosten "Cuzcuz" - ein süßer Pudding mit Maismehl - oder Bohnengerichte. Die Handschrift der Europäer ist im Süden des Landes unverkennbar, denn hier findet man ohne weiteres auch Gerichte aus Deutschland, den Niederlanden, Frankreich oder Italien.

Wenn Sie zur WM etwas typisch Brasilianisches - außer Caipirinha oder Cachaca (Zuckerrohrschnaps) - genießen wollen, dann können wir Ihnen den "Churrasco" besonders empfehlen. Er stammt von den Gaúchos aus dem Süden und besteht aus unterschiedlichen Fleißspießen, die über dem Holzkohlen-Grill zubereitet werden.

Wer es noch ein wenig rustikaler mag, der kann sich am Nationalgericht der Brasilianer, einer "Feijoda", versuchen. Der Bohnen-Eintopf kommt aus der Küche der afrikanischen Sklaven und war eigentlich mal ein "Arme-Leute-Essen" aus schwarzen Bohnen, luftgetrocknetem Rindfleisch, Räucherwürstchen, Zunge, Schweineohren und -schwänzen, Knoblauch und Pfefferschoten. Ohne schlechtes Gewissen können Sie je nach Geschmack auch die ein oder andere Zutat einfach weglassen oder austauschen.

Schließlich wird die WM 2006 ja auf deutschem Boden ausgetragen und selbst die Brasilianer lieben es bekanntlich "cross cultural" zu speisen. Mit welcher Mischung die brasilianische Nationalmannschaft Anfang Juni an den WM-Start geht wird die Fußballfans wohl besonders interessieren, denn dass sie fußballerisches Talent besitzen, haben die Brasilianer schon oft bewiesen: 1958, 1962, 1970, 1994 sowie bei der letzten WM im Jahr 2002 konnten sie als Weltmeister punkten. (Quelle: Pressemitteilung des aid infodienst Verbraucherschutz, Ernährung, Landwirtschaft e. V.)