Mittwoch, April 19, 2006

WM-Food aus aller Welt: Weltmeisterliche Genuesse aus Suedamerika - Teil 1.

(aid) - Es ist schwer zu sagen, wie sich die deutsche Nationalmannschaft auf ihre erste Begegnung mit Costa Rica am 9. Juni 2006 oder auf das Zusammentreffen mit Ecuador am 20. Juni 2006 wohl am besten vorbereitet. Wie Sie sich optimal für die sportlichen Fußball-Ereignisse rüsten, verraten wir Ihnen in unserer kulinarischen WM-Serie.

Eine Begegnung der geschmackvollen Art hatten die meisten Fußballfans und auch unsere Spieler sicherlich schon einmal mit südamerikanischen Köstlichkeiten wie Bananen und Kaffee aus Costa Rica oder Kakao aus der fruchtbaren Andenregion Ecuadors. Doch die spanisch geprägten "WM-Republiken" haben - auch für deutsche Gaumen - noch einiges mehr zu bieten als nur diese essbaren Exportartikel.

Im Andenhochland Ecuadors sowie in ganz Mittel- und Südamerika ist die Chili beispielsweise weit verbreitet. Damit das Fußball-Spiel die nötige Würze bekommt, empfehlen wir Ihnen daher sowohl zur ersten als auch zur dritten WM-Begegnung der Deutschen eine typische Chili-Sauce ("aji") oder eine herzhafte Suppe, die Sie - je nachdem - mit der deutschen Mannschaft oder auch ohne auslöffeln können. Bis heute ist die Suppe eine der häufigsten Gerichte in Ecuador und auch in Costa Rica ist eine "Olla de carne", eine kräftige Brühe aus Fleischstücken, Hühnchen, ganzen Kartoffeln, Mohrrüben, Maiskolben, Yucca, Kochbanane, Chayote und weiteren Tropengemüsen sehr beliebt. Dies hat - besonders in der Andenregion - einen historischen Hintergrund, denn vor dem Einzug der Spanier ins Land waren den "indígenas" (Ureinwohnern) Backöfen unbekannt. Die Speisen wurden gekocht und vor allem die Suppenkultur wird bis heute aufrecht gehalten. Spricht man von "sopa" oder "caldo" bekommt man in Ecuador eine eher dünne Flüssigkeit mit kleinen Fleischstückchen serviert. Bei "locro" handelt es sich dagegen um eine dicke, cremige Kartoffelsuppe. Besonders köstlich soll die reichhaltige "fanesca" sein, die nur in der Karwoche ("Semana Santa") zubereitet wird. Grundlage sind "granos" (Hülsenfrüchte), Milch, Weißkohl, Kürbis, Reis und Kabeljau.

Typisch für alle Regionen Ecuadors ist, dass das Essen nicht zu scharf gewürzt wird, denn zu allen Gerichten wird Chili-Sauce in einem Schälchen serviert. Als Grundlage für den "aji" kann die Baumtomate verwendet werden oder aber nur Chili mit Wasser verdünnt und Zwiebeln. Auch bei uns lieben viele die scharfe Paprikafrucht zum Würzen der Speisen oder als Zutat von scharfen Saucen und Dips. Deshalb gilt auch hier das Motto "Probieren und Saucen studieren", denn schließlich warten am 20. Juni 2006 auch noch die Paraguayer als Gegner von Trinidad und Tobago mit einem Maissoufflé auf die WM-Fans. Ob eher die Südamerikaner oder die Deutschen mit der unverkennbaren Schärfe einer Chili spielen bleibt abzuwarten. (Quelle: Pressemitteilung des aid infodienst Verbraucherschutz, Ernährung, Landwirtschaft e. V.)