Mittwoch, April 26, 2006

WM-Food aus aller Welt: Weltmeisterliche Genuesse aus Afrika - Teil 1.

Der aid infodienst Verbraucherschutz, Ernährung, Landwirtschaft e. V. setzt seine Serie WM-Food aus aller Welt fort. Nach den ersten beiden Teilen: geht es im dritten Teil um afrikanischen Genüsse.

"Mit der Elfenbeinküste, Togo und Tunesien gehen im Juni drei französisch geprägte Nationen an den WM-Start. Damit Sie sich auf das Ereignis auch kulinarisch einstimmen können, haben wir für Sie ein paar heiße Tipps aus der afrikanischen Küche zusammengestellt.

Die meisten von Ihnen denken bei Tunesien sicherlich an Couscous, den auch mittlerweile hierzulande beliebten Weizen- oder Hirse-Gries. Couscous stammt in der Tat aus Tunesien und ist bei den Arabern Nordafrikas fast so etwas wie das Nationalgericht. Statt Brot wird dieser Gries mit Lammfleisch, Eiern oder auch Süßem wie Datteln verzehrt. Aber die tunesische Küche hat noch weitaus mehr zu bieten. Geschmackserlebnisse von würzig-scharf bis extrem süß warten auf Sie. Wie wäre es zum Beispiel mit "léblébi", gekochten Kichererbsen mit Zitrone und Kümmel, scharf gewürzt und zu einer Suppe gekocht? Dazu passt sehr gut "cassecroûte", ein aufgeschnittenes, mit Harissa (einer Gewürzpaste aus zerstossenen Chilischoten, Olivenöl und Knoblauch) bestrichenes Weißbrot, garniert mit Oliven, Thunfisch und Gemüse. Besonders köstlich und schnell zubereitet ist "bric à l'oeuf", eine Vorspeise aus mit Ei, Hackfleisch, Thunfisch oder Meeresfrüchten gefülltem Blätterteig. Zum Nachtisch eignet sich die süße "baklaoua", ein Blätterteiggebäck mit Mandeln sehr gut.

Etwas exotischer wird es beim Blick in die Kochtöpfe Togos und der Elfenbeinküste. Typische Gerichte wie "foutou", eine Teigkugel aus gekochten Yamswurzeln oder Maniok mit Kochbananen, dürften aufgrund der Zutaten genauso schwierig nachzukochen sein wie togolesische "koliko", frittierte Yamsstücke mit scharfer Soße. Aber auch hier haben wir einen Tipp für Sie. Probieren Sie doch mal eine pikante Hühnchen-Pfanne nach Ivorischer Art. An der "Cote d Ivoire" wird im Besonderen "attiéke", ein etwas säuerlicher Maniok-Gries, als Beilage dazu gereicht. Für die bekannte "kedjenou"-Pfanne mit gedünstetem Huhn, Zwiebeln und Tomaten eignet sich aber genauso gut Polenta, eine auch hierzulande bekannte Variante des Maisgrieß, die übrigens in ganz Westafrika verbreitet ist. Neben dem einfachen Maisgrieß gibt es bei uns auch vorgegarten Polenta-Grieß und Couscous zu kaufen. Die Zubereitungszeit ist erheblich verkürzt und somit besonders WM-tauglich. Damit das Warten auf die Spiele nicht allzu lang wird, können Sie ja analog zum WM-Timer schonmal an einem kulinarischen Planer arbeiten."

(Quelle: Pressemitteilung des aid infodienst Verbraucherschutz, Ernährung, Landwirtschaft e. V.).