Sonntag, Juli 16, 2006

Seniorenteller.

Am 7. März 2005 hat der "Stern" ein angebliches Zitat von Krista Sager veröffentlicht, der damaligen Fraktionsvorsitzenden der Grünen im Bundestag:
"Differenzierung soll nicht verhindert werden: Es wird weiter die Frauensauna und den Seniorenteller geben dürfen."
(Quelle: "Warnung vor zu viel Bürokratie", in: Stern vom 7. März 2005).

Unabhängig von der weltbewegenden Frage, ob das Antidiskriminierungsgesetz einen "Seniorenteller" erlaubt oder nicht, kann man sich sehr wohl darübr streiten, ob Gastronomen Angebote für ältere Gäste machen sollten und ob sie sie "Seniorenteller" nennen sollten.

Wenn man per Google nach "Seniorenteller ?" sucht, findet man durchaus noch das eine oder andere Angebot "Seniorenteller" wie z.B. den Seniorenteller des Wirtshaues "Zum Grünen Baum" in Schwetzingen, oder den Seniorenteller des Burghofs Eickel in Herne. Und diese Kollegen werden sich dabei etwas gedacht haben. Zudem lassen sich vermutlich in den Gaststätten, die keine eigene Website haben, überdurchschnittlich häufig Seniorenteller-Angebote finden.

Über den Seniorenteller spricht nicht nur Krista Sager sondern auch vernünftige Menschen, deren Argumente sich Gastronomen öffnen sollten, schreiben darüber:Das eigentliche Problem des Begriffs "Seniorenteller" wie auch des Teilsortiments, das darin meist angeboten wird, ist die unzureichende Differenzierung der Zielgruppe 50plus. Mehr darüber in meinem früheren Artikel "Gastronomie-Marketing: Zielgruppe 50 Plus".