Sonntag, Juli 16, 2006

Zauberkueche.

Der Fernsehsender Phoenix, zeigt am 16.07.2006 von 02:00 Uhr bis 03:00 Uhr sowie am 17.07.06, ab 11.30 Uhr, eine Dokumentation von Piet Eekmann über das das spanische Restaurant "El Bulli" und den Koch Ferran Adriá: "Der Koch, der Hund und Dali".

Das "El Bulli" war einst ein unbedeutendes Lokal in einer abgelegenen Bucht der Costa Brava unweit des Badeortes Rosas. Heute ist es zu einem Wallfahrtsort für Gourmets aus der ganzen Welt geworden. Wer dort essen will, muss schon im Januar reservieren, um im Sommer einen Platz zu bekommen. Warum?

Im "El Bulli" kocht der genialste, verrückteste und originellste Koch der westlichen Welt: Ferran Adrià. Über Geschmack lässt sich bekanntlich nicht streiten. Über die Künste Ferran Adriàs sind sich alle einig: die Gäste, die Gastrokritiker und die Kollegen. Streit herrscht höchstens über das treffende Etikett: vom "Magier" bis zum "Außerirdischen" , von "Labor" über "Küche von übermorgen" zu "Zauberei" - keine Bezeichnung, kein Vergleich wird gescheut, um dem Phänomen Ferran Adrià wenigstens näher zu kommen.

60 Personen Belegschaft, darunter 30 Köche, sorgen für 50 Gäste. 25 bis 35 Gänge hat das übliche Menü, etwa vier Stunden dauert die Tafelei. Das "El Bulli" ist vom 1. April bis zum 30. September nur abends geöffnet.

Zu den etwa 300.000 Gerichten, die im Jahr für kulinarische Wallfahrer aus aller Welt zubereitet werden, gehören Kreationen wie diese: Gemüsegrillplatte: Sieben rechteckige Streifen warmer Gelatine mit absolut unterschiedlicher Geschmacksausrichtung liegen auf dem Teller. Darüber kommen ein paar Tropfen heißes Holzkohlenöl. Sashimi de Gamba ist eine besonders exotische Verbindung von Design und Kochkunst. Auf einer Kunststoffpipette stecken der Schwanz und der karamelisierte Kopf einer Garnele. Der Kellner gibt die Essanleitung: Erst den Garnelenkopf knabbern, dann den Schwanz vom Röhrchen streifen und ganz zum Schluss die Soße aus der Pipette direkt in den Mund spritzen.

Essen im "El Bulli" ist Kunst, Installationskunst, und der Urheber dieser Installationen heißt Ferran Adrià. Der Film lässt Adrià vom Ex-Documenta-Chef Jan Hoet, von Kollegin Lea Linster und von seinen Gästen beurteilen.

(Quelle: Website von Phoenix).