Freitag, August 11, 2006

Bio-Karte des "Ratskellers" in Muenchen.

Mädels könnten nicht rechnen ist ein falsches Vorurteil, das gelegentlich bestätigt wird, etwa Claudia Wessel in ihrem Artikel "Auch das Ursalz darf nicht fehlen", in Süddeutsche Zeitung vom 11. August 2006 behauptet, 500 von 2.500 seien 5 Prozent. Auch der Teaser
"Der 'Ratskeller' ist das erste Restaurant der Stadt, das hundertprozentig biologische Gerichte auf der Karte hat"
ist mißverständlich. Gemeint ist nicht, daß das Restaurant "Ratskeller" in München ausschließlich Bio-Speisen anbietet, sondern daß alle in der separaten Bio-Karte (PDF) enthaltenen Produkte ausschließlich mit Bio-Zutaten zubereitet werden, einschließlich der Gewürze, Salz, Essig und Öl. Daneben gibt es auch Produktgruppen, die aus "normalen" Zutaten zubereitet werden (siehe den Überblick Speisekarte des Ratskeller München).

Nachahmenswert empfinde ich auch, daß auf der Bio-Speisekarte zugleich auch Bio-Getränke angeboten werden, so Bionade. Auch wenn die Beschreibung völlig daneben ist (fast schon eine Bewerbung für das Speisekarten-Quiz von Thorsten Sommer):
"BIO-FRUCHTSAFTBRAUSE MIT APFEL-INGWER"
Zum einen gibt es die Geschmacksrichtung "Apfel-Ingwer" von Bionade nicht, sondern "Ingwer-Orange". Zweitens handelt es sich weder um eine Brause noch enthält sie Fruchtsaft. Korrekter beschreibt man Bionade grob als Erfrischungsgetränk oder - wenn man auf den Herstellprozeß abstellt - als Fermentgetränk. Das Produkt "Ingwer-Orange" enthält Ingwerextrakt und natürliche Aromen von Orange.

Außerdem gibt es Öko-Biere von der Neumarkter Lammsbräu und Bio-Erdbeernektar und Apfel-Kirsch-Schorle von Perger.