Donnerstag, August 10, 2006

Einbindung von Gaesten bei der Entwicklung von Konzepten fuer Lofts.

"Die Hotelentwicklungsgesellschaft Electric Sheep errichtet in der virtuellen Welt Second Life das erste großzügige Hotelanwesen. Die Besucher können alle Phasen des virtuellen Baufortschritts miterleben."
Mehr darüber: "Der virtuelle Showroom" von Burkhard Schneider, in: Best Practice Business vom 10. August 2006, sowie: "Starwood Previews New Hotel Brand in Second Life", in: Micro Persuasion vom 4. August 2006.

Im Blog "Virtual a loft" können Sie den Projektverlauf verfolgen. Mehr über die geplante Loft-Marke bei Starwood Hotels & Resorts.

Starwood Hotels & Resorts Worldwide, Inc., ist eine der ganz großen Hotelunternehmen mit ungefähr 750 Standorten in mehr als 80 Ländern und 120.000 Mitarbeitern. Marken für Hotels und Resorts sind:
  • St. Regis®,
  • The Luxury Collection®,
  • Sheraton®,
  • Westin®,
  • Four Points® by Sheraton,
  • W®, Hotels and Resorts
  • Starwood Vacation Ownership, Inc.
Welch große Hoffnungen man auf die Einbindung von Kunden bei der Produktentwicklung legt, verdeutlicht folgendes Zitat aus einer Pressemitteilung:
"'Our customers are more sophisticated and they expect more than just a place to sleep. With aloft, we?re shaking things up and offering something fresh, inspiring and ultimately more fun,' said Ross Klein, President of W Hotels Worldwide. 'We see aloft as an oasis at the end of the road, a place that?s comfortable, easy and effortless.'"
Problematisch erscheint mir dabei, ob es immer gelingt, genau die Zielgruppen, die man als Gäste ansprechen will, zu bewegen, bei der Entwicklung eines Produkts einzubeziehen. Gerade bei solchen Zielgruppen, die wenig internetaffin sind, riskiert man, die Eigenschaften des Produkts an den Bedürfnissen von internetaffinen Projektteilnehmern auszurichten, die man mit dem Produkt selbst nicht erreichen wird.

Auch kleinere Gastronomen und Hoteliers können versuchen, ihre Zielgruppen bei der Entwicklung von Ideen und ihrer Bewertung mit einzubeziehen. Ein Beispiel ist der vor wenigen Tagen eröffnete SubOptimal Stageclub in Bamberg. Der Betreiber hat zuvor über mehrere Jahre Konzerte mit einer "offenen Bühne" für Amateurbands in verschiedenen anderen Betrieben organisiert (Open Stage Bamberg) und daraus im Zwiegespräch mit den auftretenden Musikern, den beteiligten Technikern und den Gästen Anforderungen an einen festen Standort extrahiert und anhand dieser Anforderungsliste sich einen festen Standort gesucht. So hat er von Anfang an Stammgäste, die das Konzept vom mobilen Betrieb her kennen, aber auch Mitarbeiter und gestählte, bewährte Subunternehmer etwa für das Catering.