Sonntag, August 13, 2006

Gaugerbrau.

Gaugerbrau nennt sich ein neues Blog von Hans Gauger, der in engischer Sprache über Brauereien in der Region Bamberg berichtet. Das fällt insoweit leicht, als er fußläufig schon 14 Brauereien ereichen kann (und unser Café Abseits ist auch nur einen Katzensprung entfernt). Hans Gauger arbeitet seit Ende Juli 2006 für ein Jahr bei der 1879 von Johann Baptist Weyermann gegründeten weltberühmten Bamberger Mälzerei Weyermann.

Die Mälzerei Weyermann besitzt, was gemeinhin wenig bekannt, zwei eigene Brauereien. In der ersten wird jedoch kein Bier im eigentlichen Sinne produziert, sondern ein sirupähnliches Bierkonzentrat, genannt "Sinamar". Siehe dazu auch meinen früheren Beitrag "100 Jahre Sinamar". Die zweite, kleine, jedoch auch komplette Brauerei, ist eine Versuchsbrauerei, in der für Kunden Rezepturen ausprobiert und entwickelt werden. Sie dient auch Ausbildungszwecken. Bei Firmenfeiern wird daringerne auch einmal ein Sud für die Gäste gebraut. Hans Gauger stellt sie in Wort und Bild vor: "Versuchsbrauerei". Er hat, wie er schreibt, schon gelernt, damit selbständig zu brauen und kann so die Braumeisterin in deren Urlaub vertreten.

Am liebsten trinkt Hans Gauger "Lager". Das sind in einer weiten Definition alle untergärigen Biere, egal ob hell oder dunkel, mit weniger Stammwürze- und Alkoholgehalt als die stärkeren Märzen oder gar Bockbiere. In einer anderen, teilweise engeren Definition von Lager grenzt man sie von stärker gehopften Bieren (Pils) ab und unterscheidet zudem Lager verschiedener Stile, etwa dem Münchener Festbier oder dem Wiener Lager, den alkoholschwächeren Lagerbieren (Münchener Hell oder Dortmunder Export) und den dunklen Lagerbieren (Münchener Dunkel oder Schwarzbier). Siehe dazu: "BJCP Style Guidelines" vom Beer Judge Certification Program. Man kann sich aber über Bierkategorien durchaus streiten. Eine ausführlichere Darstellung bietet die Einteilung der Wettbewerbsbiere beim World Beer Cup in 85 Kategorien: "Competition Style Descriptions".