Mittwoch, August 09, 2006

Hundekot und Rauchverbot.

Wenn Anzeigenblätter und Tageszeitungen das Sommerloch überbrücken wollen, leistet ein provakanter Leserbrief gute Dienste, in dem ein fiktiver Schreiber gegen Köter wettert, die die Straße voll scheißen - am besten in Verbindung mit der Forderung, alle Hunde sogleich abzuknallen. Dann quillt der Postkorb der Leserbriefredaktion über und man kann die mageren Ergüsse der Presseagenturen mit seitenweise Leserbriefen aufstocken.

In diesem Sommer gibt es statt unkontrolliert scheißender Hunde Umfragen, wie denn die Bürger zu einem gesetzlichen Rauchverbot in öffentlichen Räumen stehen und in den nicht öffentlichen Räumen, die Gastronomen gehören oder von ihnen angepachtet worden sind, um dort ihren Gästen Speisen und Getränke anzubieten. Zwei Beispiele: Als hätte ich es geahnt, habe ich mich Anfang letzten Jahres darüber ausgelassen, daß es unsinnig ist, alle Bürger zu einem Thema zu befragen, das nur eine Minderheit betrifft: "Rauchverbot in Gaststaetten: Vom Unsinn repraesentativer Umfragen". Dem ist auch heuer nichts hinzuzufügen.

Laßt einfach die Gäste entscheiden, ob sie in ein rauchfreies Restaurant gehen wollen oder eins bevorzugen, wo man rauchen kann. Stimmvieh, das keine Zeche zahlt, kann mir wirklich gestohlen bleiben.