Donnerstag, August 31, 2006

Samurai mit Aermelschoner.

Die Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gaststätten will den eigenen Verwaltungsapparat noch mehr aufblähen und gegen Unternehmer, die Schwarzarbeiter beschäftigen und die Berufsgenossenschaften um Beiträge prellen, vorgehen. Die Möglichkeiten der Berufsgenossen seien allerdings beschränkt. BGN-Direktor Norbert Weis:
"Der Gesetzgeber hat uns hier ein stumpfes Schwert in die Hand gegeben."
Eine Klausel in der Datenerfassungs- und Übermittlungsverordnung (DEÜV) stehe den Berufsgenossenschaften im Weg. Sie räume den schwarzen Schafen sechs Wochen Frist zur Nachmeldung ihrer Mitarbeiter bei den Sozialversicherungen ein.

Kommentar: Gerade im Catering und beim Partyservice, aber auch nicht selten in der stationären Gastronomie, ist es notwendig, neue Mitarbeiter und Aushilfskräfte sofort, unmittelbar vor Arbeitsbeginn, einzustellen oder auf ehemalige Mitarbeiter, die gerne, wenn Not am Mann ist, zurückzugreifen. Wer verlangt, daß in diesen Fällen mit der Arbeit erst begonnen werden darf, nachdem eine Anmeldung erfolgt oder gar bei der zuständigen Krankenkasse eingegangen ist, beweist nur, daß er vom Arbeitsalltag im Gastgewerbe keine Ahnung hat.