Freitag, September 08, 2006

Mitarbeiter der Gastronomie gegen Bevormundung durch moegliches Rauchverbot.

Erfurt, 07. September 2006/ Die deutliche Mehrheit der Angestellten des deutschen Hotel- und Gaststättengewerbes trägt ein mögliches Rauchverbot in Gaststätten nicht mit.

Bei einer Umfrage in der Gastronomie des Bielefelder Meinungsforschungsinstitutes TNS Emind sprachen sich 73 Prozent der befragten Angestellten gegen ein generelles Rauchverbot in Gaststätten aus. Damit sind fast drei Viertel der Betroffenen gegen die staatlich geplante Bevormundung.
"Diese Studie belegt eindeutig unsere Erfahrungen. Einige Politiker meinen, das Rauchen im Gastgewerbe komplett verbieten zu müssen und begründen dies mit dem Schutz der Nichtraucher. Wir haben in der Hotellerie in den letzten Jahren im Durchschnitt bis zu zwei Drittel Nichtraucherzimmer, ohne dass es eines gesetzlichen Rauchverbots bedurfte. Auch in der Gastronomie sind wir auf gutem Weg, die zweite Stufe der Vereinbarungen mit der Bundesregierung umzusetzen"
so Dirk Ellinger, der Geschäftsführer des DEHOGA Thüringen.

Vor allem die Existenzangst lässt die Gastronomiemitarbeiter gegen das Rauchverbot eintreten, denn 40 Prozent der Befragten fürchten bei Umsetzung des Verbots den Arbeitsplatzverlust und sogar 68 Prozent rechnen im Zuge des Verbots mit Einkommenseinbußen.

Selbst die Mehrheit (59 Prozent) der Nichtraucher unter den Befragten wandte sich gegen ein Rauchverbot in der Gastronomie. Die Befragten gaben an, dass sie es begrüßen würden, wenn der jeweilige Gastronom eigenständig entscheidet, ob in seiner Gaststätte geraucht werden darf oder nicht. Damit sprechen sie sich für die Forderung aus, die auch der DEHOGA Thüringen erhebt.

Der DEHOGA Thüringen fordert die Politik, insbesondere die Bundesregierung, auf, ein verlässlicher Partner zu sein und sich an die geschlossene Vereinbarung zum Nichtraucherschutz zu halten. Die Präsidentin des DEHOGA Thüringen, Gudrun Münnich, führte dazu aus:
"Viele unserer Kollegen sind verunsichert, weil immer wieder neue Diskussionen um ein Rauchverbot in Gaststätten geführt werden, obgleich die Kollegen Nichtraucherbereiche eingerichtet und teilweise auch in Nichtraucherschutz investiert haben. Mithin verlangen wir einfach Vertrauensschutz."
(Quelle: Pressemitteilung der DEHOGA Thüringen).