Mittwoch, November 08, 2006

Bewerberauswahl per StudiVZ.

So unterschiedlich kann man die Dinge sehen: Robert Basic warnt Studenten, sich in der virtuellen Community nicht zu entblößen ("StudiVZ enters French Space"):
"Jagt die Mädels, sauft, macht Party, aber hinterlasst keine Spuren. Seid Fantomas;)"
Meines Erachtens kann man in den Profilen der Nutzer von StudiVZ - positiv gewendet - auch nach Indikatoren für Eigenschaften suchen, die sie für Jobs als geeignet erscheinen lassen. Ich sehe weniger die Gefahr, daß Bewerber, die sich auf traditionellen Wegen bewegenbewerben, vom Arbeitgeber gescannt und ausgesondert werden, als die Chance, daß Arbeitgeber in solchen Portalen aktiv nach geeigneten Bewerbern suchen. Wo anders kann man sich als Arbeitgeber einen Teil des Freundeskreises von Bewerbern anschauen, wo einen Blick werfen in Fotoalben mit Fotos seiner Familie? Es gibt doch gute Gründe dafür, daß nicht wenige Unternehmen insbesondere bei der Auswahl von Auszubildenden, die man bei falscher Wahl kaum wieder los wird, Mikis und Kukis bevorzugen, also Kinder von Mitarbeitern und Kunden. Man schließt aus bekannten Eigenheiten der Mitarbeiter und Kunden auf Eigenheiten ihrer Kinder, weil man befürchtet, ansonsten Bewerber auszuwählen, bei denen man zu spät unangenehme Eigenschaften entdeckt.