Mittwoch, November 08, 2006

Gastronomie-Rechtsprechung.

Die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz hat den aktuellen Stand der Rechtsprechung aus der Sicht von Gästen in der Gastronomie dargestellt: "Essen im Restaurant: Gäste müssen nicht alles schlucken".

In diesem Beitrag habe ich die falsche Aussage gefunden:
"Wer einfach geht, dem könnte das als strafbare Zechprellerei angekreidet werden."
Leider gibt es einen Straftatbestand "Zechprellerei" nicht. Ein solches Verhalten ist Betrug und der ist leider nur bei Vorsatz strafbar, der im Einzelfalle schwierig zu beweisen ist. Um so wichtiger ist es, jeden Fall anzuzeigen. Fällt jemand häufiger damit auf (auch in verschiedenen Gaststätten), wird der betrügerische Gast sich kaum mehr herausreden können, er habe nur fahrlässig zu zahlen vergessen.

Neulich habe ich sogar einen Laufgast, der nur einen Betrag in Höhe von 7,80 Euro geprellt hat, mit einem Streifenwagen verfolgen lassen. Die haben den Betrüger aus einem Bamberger Glasscherbenviertel sofort erkannt und seine Akte erweitert. Dummerweise für Zechpreller liegt unser Café Abseits der Bamberger Polizeidirektion gegenüber und der eine oder andere Polizist ist in Zivil meist immer unter unseren Gästen. Vergessen Sie nicht in solchen Fällen immer auch ein Hausverbot auszusprechen, damit im Wiederholungsfall eine Strafanzeige wegen Hausfriedensbruch hinzukommt.