Samstag, November 18, 2006

Hoehere Preise in Raucherlokalen.

Bereits in einem früheren Beitrag ("Rauchverbot in irischen Pubs II" vom Juni 2004) habe ich darauf hingewiesen, daß in New York für Lizenzen für rauchfreie Lokale erhebliche Gebühren verlangt werden und dagegen polemisiert:
"Man könnte fast den Eindruck gewinnnen, der fiskalische Sinn des Rauchverbots bestehe darin, in einem zweiten Schritt gegen hohe Gebühren wieder davon befreien zu können."
Insoweit verwundert es mich nun nicht mehr, daß laut einem Artikel der OÖNachrichten vom 18. November 2006 ("Soziologen für höhere Preise in Raucherlokalen") drei leider namentlich nicht erwähnte Soziologen der Johannes Keppler Universität in Linz originellerweise vorgechlagen haben, daß eine Lizenzierung etwas kosten sollte.
"Als Beispiele nannten sie eine Sonderabgabe oder einen Zuschlag zur Krankenversicherung für das Personal. Der Wirt könne die Kosten dann an seine Gäste weitergeben."
Zugestanden wird zumindest, daß ein generelles Qualm-Verbot dazu führen könnte, dass die Gäste ausbleiben, denn mehr als 70 Prozent der Raucher würden nach dem Essen, in geselliger Atmosphäre oder beim Konsum von alkoholischen Getränken den stärksten Drang verspüren, ihrem Laster nachzugehen, so die Wissenschafter.

Ein paar köstliche Debattenbeiträge hat die oben erwähnte Agenturmeldung auch bei den Lesern der Wiener Tageszeitung "Der Standard" ausgelöst: "Soziologen-Vorschlag: Höhere Preise in reinen Raucherlokalen".