Donnerstag, November 02, 2006

Weihnachtsbiere.

Die dpa hat ein paar Hinweise auf sogenannte "Weihnachtsbiere" zusammentragen lassen, zu lesen u.a. in der Lausitzer Rundschau vom 2. November 2006: "Brauereien machen Glühwein Konkurrenz".

Die Bezeichnung "Weihnachtsbier" ist zum einen ein Marketinggag, denn diese Biere stehen nicht nur an Weihnachten zur Verfügung, werden nicht an Weihnachten gebraut und auch nicht von nackten Weihnachtsmännern. Aber sie genügen mehreren Trends:
  • Die Verknappung des Angebots, bedingt durch längere Lagerzeiten und begrenzte Lagerkapazitäten, aber auch bewußt gewollt, führt etwa beim Mönchsambacher Weihnachtsbock der Brauerei Zehender in Mönchsambach westlich von Bamberg dazu, daß am Tage des Bockbieranstichs (in diesem Jahr am 15. Dezember) viele Hundert Besucher die Gasthausbrauerei belagern, um das eine oder andere Seidla dieses Weihnachtsbocks aus dem Faß zu erhaschen. Der in Flaschen abgefüllte Rest ist Wochen vor der Abfüllung per Subskription ausverkauft. Wer ab dem 16. Dezember an der Rampe der Brauerei vorfährt, wird auf das nächste Jahr vertröstet und gerne von der Möglichkeit Gebrauch machen, sich ein paar Kisten des nächsten Jahrgangs reservieren zu lassen. Die Brauerei wird sich hüten, mehr davon einzubrauen und den Kultstatus ihres Weihnachtsbocks zu riskieren.
  • Weihnachtsbiere sind in der Regel stärker und besser als normale Biere, ähnlich wie die Festbiere, wie sie z.B. anläßlich von Festen wie dem Oktoberfest in München oder der Kulmbacher Biertage eingebraut werden. Es gibt, anders wie von vielen behauptet, die alkoholfreie und leichte Biere propagieren, durchaus einen Trend zu Bieren mit höherem Stammwürzegehalt.
Die Objective Beer tasters Essen Region veranstaltet in diesem Jahr am 16. und 17. Dezember in Essen (Belgien) zum 12. Mal das Christmas Beer Festival. An zwei Tagen können die Besucher mehr als einhundert belgische Weihnachts- und Winterbiere kosten. Im letzten Jahr kamen 1200 Besucher aus den Niederlanden, England, Frankreich, Deutschland, Luxemburg, Schweden, Russland, Dänemark, Norwegen, Neuseeland, Japan, Kanada und den USA.

Etikett Hummel WeizenbockWenn Sie im Dezember in Bamberg sein sollten, finden Sie in unserem Café Abseits neben zwei expliziten Weihnachtsbieren (Mönchsambacher Weihnachtsbock und Hummel Bock dunkel) auch rund ein Dutzend weiterer Bockbiere, die zwar Weihnachten nicht im Namen tragen, aber nur ein paar Wochen lang (in der Bockbiersaison im Herbst und Winter vom Oktober bis Dezember) verfügbar sind. Sie schmecken jedes Jahr ein klein wenig anders, was den besonderen Reiz ausmacht. Heuer freue ich mich ganz besonders über einen avisierten Besuch von Conrad Seidl, der anläßlich der Nürnberger Messe Brau Beviale vom 15. bis 17. November 2006 in Bamberg weilen wird und sicherlich auch das eine oder andere Weihnachtsbier aus der Bamberger Region probieren wird. Wohl bekomm's!