Samstag, Dezember 16, 2006

Rauchverbot in der Gastronomie - Fallgruppe: Bierzelte in Bayern.

Als kleinen Beitrag zur Debatte um ein gesetzliches Rauchverbot in der speziellen bayerischen Variante eines Rauchverbots in Bierzelten habe ich ein Foto unseres diesjährigen Feierhofs im Innenhof des Schloßes Geyerswörth in Bamberg hervorgekramt:
Feierhof
Vor diesem Hintergrund wäre im Falle eines gesetzlichen Rauchverbots von den ehrenwerten Herren und Damen des bayerischen Landtages gesetzlich zu klären oder diese Klärung auf die Verwaltungsgerichte zu verlagern:
  • Gilt das Rauchverbot auch für Open-Air-Veranstaltungen?
  • Wenn nein, gilt es denn wenigstens für Open-Air-Veranstaltungen in Innenhöfen?
  • Wenn ja, kommt es darauf an, wieviele Seiten des Innenhofs geschlossen sind?
  • Wenn nein, gilt es dann in dem Fall, daß bei einer Open-Air-Veranstaltung in einem Innenhof ein Zelt aufgestellt wird?
  • Ist ein Rauchverbot abhängig von der Frage, ob dieses Zelt geschlossen ist oder offen?
  • Gilt ein Rauchverbot auch für eine Regenschutzüberdachung, evtl. abhängig von der Frage, ob es regnet oder nicht?
  • Ist ein Sonnenschirm als "Bierzelt" zu betrachten, evtl. in der Fallunterscheidung, ob es sich um einen einzelnen Sonnenschirm oder einen Verbund von Sonnenschirmen handelt. Spielt die Größe (etwa 3 oder 5 m Durchmesser) eine Rolle? Kommt es auf die Form (rund oder rechteckig) an?
Sie sehen, ein gesetzliches Rauchverbot in der Gastronomie schafft Spielräume zur Klärung lebenswichtiger Fragen und Arbeit für Sesselfurzer, Anwälte und Gerichte. Handelt es sich vielleicht gar um eine raffinierte Arbeitsbeschaffungsmaßnahme für dieses Gesindel?

Weniger ernsthaft ist ein Kommentar "Und was mache ich jetzt?" von Axel Hacke, in: Tagesspiegel vom 17. Dezember 2006.