Freitag, Dezember 08, 2006

Steuergelder in die Luft geblasen.

Wir Bürger werden mit immer höheren Steuern abgezockt. Die fette Regierung behauptet, der Staat brauche mehr Geld. Dabei sind seine Taschen voll. So hat die Drogenbeauftragte des Deutschen Bundestages, Sabine Bätzing, sogar Geld für eine Studie rausgeschmissen, die der weltbewegenden Frage "Verbreitung des Rauchens im deutschen Fernsehen und in deutschen Kinofilmen" (PDF) nachgeht.

Auftragnehmer sind PD Dr. Reiner Hanewinkel und Dr. Gudrun Wiborg vom Institut für Therapie- und Gesundheitsforschung in Kiel und und James D. Sargent, Assistenzprofessor am Department of Pediatrics, Dartmouth Medical School, Lebanon, New Hampshire, USA. Der Psychologe PD Dr. Rainer Hanewinkel hat 2005 des Forschungspreis "Rauchfrei Leben" des Ärztlichen Arbeitskreises Rauchen und Gesundheit e.V. erhalten und ist in den Jahren 2003 - 2005 bei der WHO Berater im Rahmen des "Tobacco Free Initiative Programme" gewesen.

Wenn ich böse wäre, würde ich mutmaßen, mit einem solchen überflüssigen Forschungsauftrag seien Helfershelfer der gescheiterten Rauchverbotskampagne des Bundesgesundheitsministeriums gefüttert werden.

Doch ich begnüge mich damit, zwei der weltbewegenden, überraschenden Erkenntnisse zu zitieren:
"Für die Filmproduzenten von besonderer Bedeutung dürfte die Tatsache sein, dass der kommerzielle Erfolg eines Films gemessen durch die erreichte Kinozuschauerzahl nicht korreliert ist mit der Anzahl von Tabakrauchereignissen in den Filmen."
(Quelle: Seite 29 der Studie im Abschnitt "Hauptergebnisse der Studie").

Was die Verfasser der Studie mit dem folgenden, weiteren "Hauptergebnis" uns sagen wollen?
"Wenn also beispielsweise Politiker wie die Altbundeskanzler Helmut Schmidt oder Gerhard Schröder im Fernsehen rauchend gezeigt werden, kann dies von Kindern und Jugendlichen durchaus derart interpretiert werden, dass (politische) Macht mit dem Rauchstatus kovariiert.

Wenn darüber hinaus Models wie Gisele Bündchen oder Kate Moss in der Magazin-Sendung ?Leute heute? rauchen oder ein Superstar wie Robbie Williams in der gleichen Folge scheinbar lässig mit einer Zigarettenschachtel in der Hand spielt, ist dies sicherlich ein falsches Signal an die Jugendlichen Deutschlands. Ob diese Stars nun im Magazinteil einer Sendung rauchen oder Schauspielerinnen wie Sarah Jessica Parker als Carrie Bradshaw in der äußerst beliebten Serie 'Sex in the City' erscheint aus diesem Blickwinkel eher unerheblich."
(Quelle: Seite 30 der Studie im Abschnitt "Hauptergebnisse der Studie").