Mittwoch, Januar 31, 2007

Die Forderung nach dem gesetzlich geregelten Mindestlohn bedroht Arbeitsplaetze im Thueringer Gastgewerbe.

Erfurt, 31. Januar 2007 / Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband Thüringen spricht sich in der laufenden politischen Debatte gegen die Forderung nach einem Mindestlohn aus. Dieser würde zwangsläufig zur Gefährdung von Arbeitsplätzen insbesondere im Niedriglohnsektor im Thüringer Hotel- und Gastgewerbe führen.

Dirk Ellinger, Geschäftsführer des DEHOGA Thüringen e.V., sagte:
"Die aktuelle Debatte ist vollkommen kontraproduktiv und stellt mitnichten eine Lösung für die aktuellen Probleme in Aussicht."
Speziell für die Neuen Bundesländer und damit auch für Thüringen würde der Mindestlohn nach Expertensicht schlimme Folgen haben. Dies liegt vor allem daran, dass hier niedrigere Arbeitskosten zugrunde liegen und ein bundeseinheitlicher Mindestlohn die hiesige Wirtschaft erheblich treffen würde. Gerade auch im Hotel- und Gastgewerbe als Hauptleistungsträger im Tourismus würden die Personalkosten exorbitant steigen.
"Die Debatte zu den Mindestlöhnen, gerade seitens einiger politischer Strömungen, und die Forderung danach, weil diese im Ausland verschiedentlich funktionieren sollen, kann aus unserer Sicht nur auf Unverständnis stoßen, ist es doch gerade der Staat, der insbesondere durch die Steuer- und Sozialgesetzgebung immer mehr dafür sorgt, dass immer weniger Netto in der Geldbörse der Arbeitnehmer/-innen übrig bleibt,"
so Ellinger.

Ellinger weiter:
"Beispielsweise die Abschaffung der Steuer- und Sozialversicherungsfreiheit für Fahrtkosten oder andere Bezüge, die gerade für unsere Branche wichtig sind, als Abschaffung von Subventionen zu bezeichnen und gleichzeitig eine Erhöhung des Bruttolohnes quasi durch die Hintertür politisch regeln zu wollen, kann von uns gerade im Niedriglohnsektor nur zurück gewiesen werden."
Arbeitsplätze würden in großem Umfang verschwinden, wenn plötzlich der Lohn nicht mehr durch das Wirken des Marktes sondern durch eine politische Instanz gebildet würde. Aus Sicht des DEHOGA Thüringen wird ein Mindestlohn nur dazu führen, dass gerade bestimmte einfache Tätigkeiten, dabei vor allem Hilfsarbeiten, nicht mehr bezahlbar sind, da diese nicht über den Preis an den Kunden weitergegeben werden können.

Es kann nicht sein, dass in die Tarifautonomie, welche als gesetzliches hohes Gut gesichert ist, weiter eingegriffen wird.

Der DEHOGA Thüringen kann nur die Aussagen von Thüringens Ministerpräsident Dieter Althaus (CDU) bekräftigen, dass ein staatliches Eingreifen in den Lohnsektor erneut eine Reihe restriktiver Bürokratismen lostritt, die ein Mehr an Arbeitslosigkeit bringen.

(Quelle: Pressemitteilung der DEHOGA Thüringen).