Mittwoch, Januar 31, 2007

Internationaler Weinpreis der BioFach 2007.

Das ist bisheriger Rekord: 1.129 Weine von 294 Winzern aus 13 Ländern stellten sich am letzten Novemberwochenende den sensiblen Sinnesorganen der Fachjury und bewarben sich damit um den begehrten Internationalen Weinpreis der BioFach 2007. Das 43-köpfige Degustatoren-Team aus Önologie, Gastronomie und Handel war von der Qualität beeindruckt und vergab 10 Mal "Großes Gold", 66 Gold- und 151 Silbermedaillen. 263 Weine erhielten eine Empfehlung. Während die Weißweine im Zeichen der Jahrgänge 2004 und 2005 standen, prägte beim Rotwein noch immer der Jahrhundertjahrgang 2003 das Bild.

Die Weltleitmesse für Bio-Produkte lädt wieder vom 15.-18. Februar ins Messezentrum Nürnberg. Mit rund 300 Anbietern von Wein, Sekt und Champagner ist die BioFach zugleich die größte Bio-Weinfachmesse der Welt. Die Aussteller in der Weinhalle kommen natürlich aus den führenden Bio-Weinbau-Nationen Italien, Frankreich und Spanien, aber u. a. auch aus Argentinien, Chile, Deutschland, Griechenland, Österreich, der Türkei oder Ungarn. Nicht nur die bekannten Provenienzen warten mit einem umfangreichen Angebot auf, sondern ebenso kleinere, weniger bekannte Anbaugebiete. Auch Großhändler, Weinbau- und Weinhandelsverbände sind mit ihren Winzern und weiteren Ansprechpartnern unmittelbar vor Ort.

Die Anzahl der zum Internationalen Weinpreis der BioFach 2007 eingereichten Weine stieg erneut; diesmal um beachtliche 45 Prozent! So hatte die ebenfalls internationale Jury ? Winzer, Önologen, Sommeliers, Weinfachleute aus Handel, Gastronomie sowie Fachjournalisten ? gut zu tun. Absolut passend zum edlen Wein: der architektonische Rahmen. Erstmals fand die Degustation in den modernen, lichtdurchfluteten Räumen des neu erbauten CongressCenters CCN Ost der NürnbergMesse statt.

Weinpreis mit eigenem Bewertungsmodus

Die Degustatoren der weltgrößten Bio-Weinverkostung setzen auch bei der fachlichen Beurteilung der Weine qualitativ neue Maßstäbe. In Gruppen zu je drei Verkostern bilden sich die Fachleute in mehreren Durchgängen pro Wein ein gemeinsames Urteil ? zunächst zur Sorten- und Herkunfts-typizität. Typisch heißt: ähnliche Düfte, Säurestruktur oder das Zusammenspiel inhaltsstofflicher Gruppen wie Mineralstoffe, Alkohol oder Süße. Verschiedene Anbauregionen stehen für Gemeinsamkeiten im Geschmack oder Geruch. Auch die Art und Weise, wie der Winzer die Trauben im Weinberg behandelt und den Wein im Keller ausbaut, sind wichtige Kriterien. Diese Parameter zeigen sich in Konzentrationen bestimmter Inhaltsstoffe, veränderten Duftstoffen sowie schmeck- und fühlbaren Elementen im Wein. Es wird nicht vordergründig gefragt, ob der Wein schmeckt, sondern: Wo liegen die Unterschiede? Hier ist hohe Professionalität der Degustatoren wichtig, um auch geringste Nuancen heraus zu riechen und zu schmecken, die dem Wein Individualität verleihen. Martin Darting, der die Verkostung im Auftrag der BioFach leitet, liegt diese klare, systematische Vorgehensweise sehr am Herzen. Sie erlaubt eine nachvollziehbare Bewertung, die Wein und Winzer besser gerecht wird. Zudem erleichtern die so entstandenen Weinbeschreibungen die Einkaufsentscheidung ? zunächst für Facheinkäufer auf der BioFach und später natürlich dem Verbraucher im Handel.

Neuerungen garantieren eine noch bessere Qualitätstransparenz:
  1. In der neuen Kategorie ?Besonderheiten? wurden Weine gesondert degustiert, die in kein gängiges Schema passten. Das unterstützt Innovationen der Winzer, die z. B. durch Kultivierung pilzresistenter Rebsorten, die kaum Pflanzenschutzmaßnahmen bedürfen, das Geschmacksspektrum zu erweitern.
  2. Rotweine, die nach den ersten beiden Degustations-Runden bereits für "Großes Gold" oder "Gold" nominiert waren, wurden nach ca. zwölf Stunden Oxidationszeit nochmals kritisch unter die Lupe genommen. Nur Weine, die diese Zeitspanne unbeschadet überstehen oder sich sogar noch positiv entwickeln, haben diese Auszeichnung verdient.
  3. Eine unabhängige Verkostergruppe degustierte die von Fachleuten bereits selektierten Weine erneut ? diesmal aber unter dem Aspekt der Verbraucherakzeptanz. Die zusätzlichen Informationen fördern das Verständnis wenig geübter Weingenießer.
Zum neunten Mal werden auf der BioFach ? im Rahmen des offiziellen Rundgangs der Ehrengäste unmittelbar nach der Messeeröffnung ? internationale Spitzenweine aus ökologischem Anbau prämiert. Weitere überdurchschnittliche Weine sind in einer Empfehlungsliste besonders hervorgehoben (Listen unter www.bioweinpreis.de). Sämtliche Siegerweine werden in geführten Degustationen auf der Messe vorgestellt.

BioFach, Weltleitmesse für Bio-Produkte, und Vivaness, die neue Fachmesse für Naturkosmetik und Wellness, führen vom 15. bis 18. Februar 2007 gut 2.100 Aussteller und über 37.000 Facheinkäufer aus aller Welt im Messezentrum Nürnberg zusammen.

(Quelle: Pressemitteilung der Biofach).